Category: Der Anfang bist Du

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Oktober 4th, 2016 by micha

Spiritualität heute – Exerzitien für mich.

Ich verstehe Spiritualität nicht unbedingt als Frömmigkeit, sondern vielmehr als die Hinwendung zu Gott. Als die Möglichkeit, im Gebet Kontakt aufzunehmen, eine Verbindung einzugehen und Ihm nachzufolgen. Ich suche eine Möglichkeit, die nicht unbedingt in kirchlichem Kontext stehen muss, vielmehr suche ich den direkten Kontakt in kosmischen Sinn.
Ich weiß, dass sich dieses Bedürfnis schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte entwickelt hat und uns über alle Epochen, Völker und Religionen hinweg voran getrieben hat; auf der Suche nach dem der da ist, war und immer sein wird. Auch ich suche das, was uns verbindet, nicht entzweit, das was Leben schafft, fördert und ermöglicht, nicht zerstört, nach der Ordnung im Chaos, nach dem Sinn im Unsinn.

Ich bin auf der Suche nach einer geeigneten Methode, wie ich mein Leben nach dem Obersten ausrichten kann, wie ich Kontakt aufnehmen kann, wie ich ein Gespür entwickeln kann für den Willen, die Ordnung, die Richtung, das Richtige. Wie ich Ihm folgen kann.

Bei meiner Suche nach Spiritualität bin ich auf ein Angebot des Jesuiten-Ordens gestoßen.

 

Online Exerzitien. 

Eigentlich über einen kleinen Hinweis in dem Buch „Aufmerksamkeit ist das natürliche Gebet der Seele“ von Regina Bäume und Michael Platting. Hier wird die Möglichkeit von online Exerzitien erwähnt.  Eine kurze online Suche und ich hatte die entsprechende Internetseite des Jesuiten Ordens gefunden: http://www.heribert-graab.de/online-exerzitien/index.html oder https://www.facebook.com/Online.Exerzitien.

Ein Angebot, das mich speziell wegen der individuellen Begleitung durch einen Jesuiten oder geschulten Mitarbeiter, überzeugt hat (natürlich gibt es auch weibliche Betreuerinnen). Die Plätze sind begrenzt, deshalb ist eine Bewerbung unter online-exerzitien@jesuiten.org erforderlich.
In meiner Bewerbung wies ich auf meine Defizite im Bereich Gebet und direktem Kontakt zum Herrn hin, bittete um Hilfe. Und ich bekam meine Hilfe.

In Form eines sehr erfahrenen Jesuiten Paters, der in seinem Leben schon echt was geleistet hat. Er war sogar jahrelang für den Orden im Vatikan und hat sich über lange Zeit für die Verständigung mit anderen Konfessionen und anderen Kulturen eingesetzt.
Und dieser Mann wollte sich jetzt über vier Wochen um mich kümmern. Wahnsinn!

 

Exerzitien – Was ist das?

Exerzitien sind eine Zeit der geistlichen Übung, die abseits des alltäglichen Lebens durch Askese und Kontemplation zu einer intensiven Besinnung und Begegnung mit Gott führen soll. Sie werden einzeln oder in Gruppen durchgeführt und können von einigen Stunden bis mehrere Wochen oder Monate dauern.[1]

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Die Regeln:

Bei der Online-Variante wird jeden Morgen durch den Betreuer per eMail ein Impuls gegeben, den der Betreute mit in den Tag nimmt. Dabei ist der Impuls so kurz, dass er den Tag über im Kopf behalten werden kann, was eine möglichst intensive Beschäftigung ermöglicht. „Die Impulsgedanken sollen in das Leben eingepasst werden, sie fordern und bewirken unsere Beständigkeit in Gottes Gegenwart. Bei den Online-Exerzitien geht es um Besinnung und Konzentration auf das Wesentliche im Leben, das ganz besonders im Gebet, Gespräch mit Gott, das daraus wächst und immer mehr lebensbegleitend werden soll.“ [2]  Dazu wird im Rahmen der Möglichkeit des Betreuers geholfen.

Täglich soll man sich abends noch einmal mit dem Thema beschäftigen und einige Notizen verfassen, damit man seine Eindrücke der Woche Sonntags zu einem Wochenbericht zusammenfassen kann. Dieser wird dann vom Betreuer ausgiebig kommentiert und es werden gute Tipps und Hinweise gegeben.
Auch Zwischenfragen in der Woche werden beantwortet, wovon ich, besonders in den ersten zwei Wochen, intensiv Gebrauch gemacht habe.

 

Die erste Woche:

Die Impulse der ersten Woche haben vor allem Gottes Nähe und seine liebende Gegenwart bewusst gemacht. Es ging darum, ruhig zu werden und zu hören. Zu hören vor Gott, von Gott und mit Gott. Es ging darum, Gott im Alltäglichen zu spüren, zu erkennen und zu begegnen. In Ruhe ein Gespür zu entwickeln, damit man Gott hören kann, aber auch damit Gott mich finden kann.

Es wurde darauf eingegangen, dass Gott für uns da ist, mit Jahwe „Ich-bin-da“ hat er sich schon Mose am brennenden Dornbusch zu erkennen gegeben. Gott ist für uns da, für sie, für mich. Er ist ein hörender Gott, aber er tritt nicht unbedingt selbst in Erscheinung, er führt uns durch andere Menschen, manchmal ganz versteckt. Es wird versichert, wie und was Gott für uns ist, was wir für Gott sind. Er ist der Gott, der uns umgibt, der uns trägt und erträgt. Seine persönliche Liebe, seine Treue, nicht unsere Moral, garantiert das. Gott liebt uns, jeden einzelnen, so wie eine Mutter sein Kind! Ja sogar noch mehr. Und darauf können wir uns verlassen, nicht unseretwegen, sondern seinetwegen. Und Gott hat Freude an uns, an jedem einzelnen, Gott liebt uns. Aber lieben wir auch Gott?

Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, nichts, nicht Sünde, nicht Chaos, nicht Angst, nicht die anderen; aber auch nicht wir selbst. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn erfahre ich, dass nicht nur ich Gott brauche, sondern auch Gott Sehnsucht nach mir hat, mich braucht, um komplett zu sein.

Alle Impulse werden von Angaben zu interessanten Bibelstellen zum Thema begleitet, man hat also immer die Möglichkeit, über den Impuls hinaus noch weitere Anregungen zu bekommen.

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Erste Woche – Was ist bei mir passiert?

Ich glaube, ich habe es meinem Betreuer in der ersten Woche nicht leicht gemacht. Fast täglich habe ich auf die Impulse geantwortet und auch Antwort erhalten. An jedem Tag der Woche hatte der Impuls auch etwas mit meinem Leben, mit meinem Verständnis von Gott zu tun. Es kam mir vor, dass mein Betreuer, wie in den Impulsen erwähnt, zu mir geschickt wurde, um mir einen Weg zu zeigen. Ich kam mit meinen Nächsten ins Gespräch, bin mir wieder meiner dunklen Seiten bewusst geworden, habe ein besseres Gespür entwickelt, mit ihnen umzugehen.

Ich habe erkannt und gelernt, dass ich mit meinem Verhalten auch immer Einfluss auf andere habe. Ich habe erfahren, dass ich diese Auswirkungen auf andere akzeptieren und verstehen lernen muss, auch wenn es mir nicht so in den Kram passt, oder unangenehm ist.
Ich habe mich wieder an das Herzensgebet erinnert, das ich früher praktiziert hatte. So kam ich der Kontemplation wieder näher, mit der ich mich in der letzten Zeit so beschäftige.
Ich beschäftigte mich mit Toleranz.  Mit Toleranz anderen gegenüber. Damit, dass jeder denkt, sein Glaube wäre der einzig Richtige. Das mag stimmen, jedoch kann man immer nur sagen, dass für die jeweilige Person sein Glaube der Richtige ist. Ich kann gar nicht beurteilen, wie und was für andere das richtige ist.

Bestimmend war auch die Erkenntnis, dass Gott denen hilft, die sich regen. Er kann es nur in die richtige Richtung lenken, wenn man in Bewegung ist. Gott ist mit denen, die auf ihn zugehen, sich auf ihn einlassen. Gott hilft denen, die den ersten Schritt tun, ist zum Beispiel mit denen, die verzeihen, was ja auch eine aktive Handlung ist. Verzeihen kann man nur, wenn man sich dazu entschließt. Man kann nicht verzeihen, wenn man untätig ist. Das passiert nicht einfach so.

Ich glaube, das war auch eine der Kernaussagen. Ohne Bewegung kann sich nichts verändern, kann also auch nichts besser werden, sich zum Guten wenden. Ohne dass man sich in Bewegung setzt, kann einem auch keiner auf dem Weg entgegenkommen. Ohne Weg, ohne Ziel kann uns nicht geholfen werden, wie sollte das auch gehen?
Gott macht uns dadurch zu besseren Menschen, die Lösungen suchen; nicht den Rückzug. Er macht uns  zu Menschen, die aktiv auf andere zugehen, wenn es mal schief läuft. Zu Menschen, die erkennen.
Nur so kann man sich ändern, besser werden. Ein Gott, der alles ohne Gegenleistung hergibt, ändert die Menschen nicht, das Resultat wäre Stagnation und Unselbständigkeit.

 

Die zweite Woche:

Die zweite Woche beschäftigte sich mit dem Gebet. Worüber können und wollen wir mit Gott reden? Im Besonderen wurde „natürlich“ das Vater unser behandelt und der fordernde Charakter, die Vorleistung, die in den Worten von uns verlangt werden, in den Vordergrund gestellt. Zum einen die Verantwortung für alle, dadurch, dass wir um das Brot für UNS bitten. Also nicht für mich, sondern für alle. Wir bitten um die Versorgung aller Menschen.
Zum anderen an anderer Stelle, zurechtgerückt, „wie auch wir unseren Schuldnern ERLASSEN HABEN“, die Vorleistung.
Wie können und wollen wir zu Gott beten? Hierfür ist Zeit, Besinnung, Achtsamkeit, Atem und Stille erforderlich. Wir sollen SEIN vor Gott, mit allen Sinnen, wir müssen den rechten Ernst haben.

Es ging darum, worum, wie und wann wir beten. Beten kommt von bitten, aber es ist mehr. Ignatius (der Ordensgründer der Jesuiten) rät, zuerst Gott für seine Wohltaten in unserem Leben zu danken. Wir sollen mit Gott auch reden, wenn es uns gut geht und danken, nicht nur beten; bitten, wenn es uns schlecht geht. Ist es nicht schön, auch einen Adressaten für unseren Dank zu haben?

Beten heißt auch bitten, aber muss es immer Weltlich-Materielles sein? Können wir nicht auch darum bitten, dass unser Glaube, unser Vertrauen wächst. Darum, dass wir einander achten und ertragen, dass mein Herz lieber verwundbar, als hart sein soll, dass ich lieber in unscheinbarer Ohnmacht leben möchte, als hochmütig und unzugänglich? Können wir nicht um Demut und Güte bitten, nicht bei anderen, sondern bei uns? Können wir nicht darum bitten Jesu Worte zu verstehen? Es geht beim Gebet aber auch um Glauben. Wir müssen glauben, damit geholfen werden kann, ohne Glauben kann es keinen Einsatz für uns geben, weder von Jesus, noch von Gott. Das gilt auch, wenn wir für andere beten, Fürbitte leisten. Nur unser Glaube kann Jesu tun bewirken.

Zweite Woche – Was ist bei mir passiert?

Auch in der zweiten Woche ist mir wieder einiges bewusst geworden. Über die  Verantwortung im Vater unser habe ich schon vorher sehr viel nachgedacht, im Besonderen über das wir und die damit einhergehende Verantwortung für unsere Nächsten, aber auch für alle anderen Menschen. Uns geht es doch deshalb so gut, weil anderswo auf der Welt soviel Unrecht prayygeschieht. Das ist der Preis für unseren Wohlstand, den wir gerne akzeptieren. Ich weiß, dass das nicht im Sinne des Vaters ist, ich weiß auch, dass wir es ändern müssen. Das ist ein Thema, zu dem ich jeden Tag bete.

Aber es ist schwer, tagtäglich Zeit für Gott, aber damit auch für mich selbst zu finden.
Oft ist das im Leben zwischen den Terminen und dem Wollen und Haben kaum unterzubringen. Aber ich bin ins Handeln gekommen. Ich habe das Verhältnis zu meinen Nächsten in dieser Wochen stark verbessern können, das ging nur, weil wir gehandelt haben, aufeinander zu- und eingegangen sind. Wir sprechen viel mehr, wissen jetzt viel mehr miteinander und voneinander. Wir verstehen einander. Gebete gehen alleine oder zusammen. Auch das laute Aussprechen beim Gebet ist mir nicht mehr fremd, wir üben es. Wir setzen uns regelmäßig zum Herzensgebet zusammen, teilweise sogar eine halbe Stunde Stille.
Ich bete täglich mein Gebetsbrett, auf dem wir alles was wir für uns und andere erbitten aufschreiben (erledigte Dinge werden abgehakt).
Eigentlich spreche ich ständig mit dem Vater.

In den Impulsen der 2. Woche ging es um Gebet und um Handeln, um mein Handeln, um mein Tun, um ihn in sein Tun zu bekommen. Das ist, was ich tue. Ich bitte um Hilfe und lasse ihm Zeit zu wirken.

Die dritte Woche:

Die dritte Woche beschäftigte sich mit unserem Umfeld. Es wurde erörtert, wer unsere Nächsten sind. Und, vielleicht noch wichtiger, von wem wir die nächsten sind. Es wurde versucht, Dinge mit den Augen und Ohren der anderen zu sehen und zu hören. Sich in die Bedürfnisse und Gefühle anderer  hineinzuversetzen bzw. hineinzudenken ist eine riesige Möglichkeit des Ausgleichs. Wie stehe ich zu hungrigen und durstigen, jeweils im Bedürftigen und Glaubens Sinn? Wie stehe ich zu Kranken und Gefangenen, jeweils in Ihrer Gefangenschaft, körperlich oder geistig? Wie stehe ich zu Flüchtlingen, die alles verlassen mussten, was für sie einen Wert hatte?

Nächstenliebe nimmt auch den Gegner in den Blick. Kann ich die Feindesliebe leben, kann ich denen gegenüber, die gegen mich sind, barmherzig sein? Kann ich vergeben? Kann ich über mich hinaus wachsen und den Kompromiss suchen, ihn vorschlagen? Und das in der Familie, im Umfeld, auf der Arbeit?
Mitmenschen, in ihnen begegnen wir Gott! Wie begegnen wir ihnen? Sehen wir das Gute in ihnen und können wir das Schlechte akzeptieren? Frage ich mich, warum mir Gott gerade jetzt bestimmte Menschen an meinen Weg stellt? Habe ich evtl. den Auftrag Ihnen einen Dienst zu erweisen?
Unser Auftrag ist zu allererst Menschlichkeit. Wir sollen uns um andere kümmern. Nicht nur um uns, unsere Nächsten, sondern um alle und das nicht nur im geistlichen Sinne, sondern auch bei der weltlichen, körperlichen Versorgung.

Dritte Woche – Was ist bei mir passiert?

Wieder viele Impulse, um über mich und mein Leben nachzudenken. Es ist doch so, dass wenn man den Bogen nur weit genug zieht, eigentlich jeder Mensch, jedes Geschöpf auf der Erde, ja sogar im Universum mein Nächster ist. Damit meine ich nicht nur Menschen oder andere Vernunftbegabte Wesen, damit meine ich auch die vermeintlich niederen Wesen. Wir sind doch beauftragt, uns um sie, um die ganze Schöpfung zu kümmern.

Geht es nicht auch darum, andere Menschen zu verstehen, zu versuchen sich in sie hineinzuversetzen. Seien es die Nächsten, wie z.B. der/die Partner/in oder andere Weggefährten/innen. Im Besonderen auch bei der Kindererziehung ist es wichtig, dass man sich in deren Motivationen und Bedürfnisse, in deren Denken hineinversetzen kann, dass man versucht, sich in ihre Situation zu versetzen. Aber auch bei anderen Personen ist das wichtig, auch wenn es mir manchmal schwerfällt, auch wenn es manchmal regelrecht weh tut.
Erkennen, woran eine für mich seltsame oder nicht erwartete Reaktion liegen könnte, versuchen zu verstehen, warum der andere so handelt und seinen Weg, seine Motive ebenso wichtig nehmen wie die meinen. Das ist der Weg und auch schon das Ziel.

Das Leben der Liebe ist der Weg, den man sein ganzes Leben gehen muss. Damit ist nicht gemeint, dass man ständig alles lieben muss. Der Weg der bedingungslosen Liebe, die nichts zurück verlangt ist sehr schwierig und lang. Als erstes muss man erst einmal schaffen sich selber zu lieben, so wie man ist. Damit ist nicht nur das äußeres Ich, sondern auch das innere Ich, das wirkliche Ich gemeint. Man muss sich lieben, aber auch erkennen. Das ist der Anfang.
Dann muss man in der Begegnung andere lieben, als das was sie sind. Natürlich auch girl-1275656_1920Geschöpfe desselben Gottes, mir im Grunde gleich.

Bei mir habe ich in dieser Woche einen Fortschritt an Annahme und Gelassenheit, Liebe und Verständnis für andere bemerkt, dafür danke ich meinem Betreuer und dafür danke ich Gott.

Die vierte Woche:

Nach den Überlegungen in Woche drei, bei denen es um unser Verhältnis zu unseren Mitmenschen, unsren Nächsten ging, beschäftigten wir uns in der letzten Woche mit unserem großen Lehrer und Erlöser Jesus. Den, der die Menschennatur angenommen hat und damit das unbegreifliche greifbar gemacht hat, den, der alles gut gemacht hat. Den, der uns unsere Last abnimmt, denn sein Joch ist leicht. Den, auf den wir uns verlassen können, der uns nicht im Stich lässt.
Es wurde gefragt, was Jesus für mich bedeutet, was Jesus für mich getan hat und ob ich mit ihm unterwegs bin. Mein Verhältnis zu Jesus wurde in den Vordergrund gerückt, habe ich Glauben, Vertrauen, Demut und Beharrlichkeit? Hört Jesus auf mich? Und, noch wichtiger, höre ich auf Jesus, verstehe ich ihn?
Glaube ich ihm, wenn er mir sagt: „Ich bin bei Euch alle Tage!“? Was kann und darf ich von Jesus erwarten?

Zum Ende gab es einen netten Abschluss meines Betreuers.

Vierte Woche – Was ist bei mir passiert?

Was hat das Angebot, mein Verhältnis zu und mit Jesus zu überdenken bewirkt?
Meine Überlegungen, meine Gewissheit gehen teilweise noch über das in den Impulsen beschrieben hinaus. Jesus ist für mich der Gesalbte, der Gesandte, der Gerechte, der Wissende, der Lehrer, die Menschlichwerdung von Gottes Willen, Sohn Gottes und Vorbild. Ein Vorbild kann nur jemand sein, mit dem man sich identifiziert, bzw. mit dem man sich identifizieren kann.
Es war erforderlich, dass Gottes Wille, oder sein Wort, oder der Logos in Person zu uns kam, damit wir ihm nachfolgen können. Wir können nicht Gott zum Vorbild haben, das kann niemand. Aber wir können Jesus nachfolgen, dafür war er Mensch. Und das werde ich tun, von ganzem Herzen, in voller Überzeugung und mit meinem ganzen Leben.

Abschließend habe ich von meinem Betreuer noch eine Beschreibung seiner Wahrnehmung bekommen. Ein Zitat: „Es war erforderlich, dass Gottes Wort Mensch wurde! Deshalb meinen viele Theologen, dass auch ohne die Tatsache der Sünde und die Notwendigkeit der Erlösung Gott Mensch geworden wäre, um Seine Schöpfung zu vollenden. Das ist eine kosmische Theologie.“

Ich glaube er hat mich verstanden.

 

Fazit!

ONLINE Exerzitien über den Jesuiten Orden kann ich wärmstens empfehlen. Ich habe selten eine so intensive Zeit im Glauben gehabt. Die Impulse waren treffend und waren gut aufeinander aufbauend abgestimmt. Die Reaktionen auf meine Antworten waren einfühlsam und treffend.
Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt und bin dankbar.

 

Wenn auch Ihr im Glauben wachsen wollt:

http://www.heribert-graab.de/online-exerzitien/index.html oder https://www.facebook.com/Online.Exerzitien.

Bzw. Bewerbung unter: online-exerzitien@jesuiten.org

Viel Spaß, Besinnung und Glauben!

 

 

 

www.day8.eu

 

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Exerzitien

[2] Vielen Dank für diese einleitenden Worte in der Einführungsemail – Text leicht abgeändert, jedoch dem Inhalt entsprechend.

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September 18th, 2016 by micha

Als Grundlage der Demokratischen Partei

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www.day8.eu

Tag8

Nächstenliebe, Erhalt der Schöpfung, Gleichheit aller Menschen

 

Es soll dargestellt werden, wie weit der gesellschaftliche, politische und seelische Verfall bereits fortgeschritten ist.
Es soll dargestellt werden, dass sich Glaube nicht nur auf  eine Stunde am Wochenende beziehen darf, sondern auch auf die Freizeit, die Arbeit, das ganze Leben, auf alles.
Es soll vermittelt werden, dass alle Gläubige nur durch Einkehr und Wandel und durch Gemeinsamkeit eine Änderung erzielen können.

Die Artikel erscheinen unter:

https://waytolight.eu/category/gesellschaft/das-jeschua-manifest/

Ich möchte gerne Euch bitten mitzudiskutieren.

 

 

In diesem Zusammenhang auch wichtig, weil Bestandteil des Manifests:

https://waytolight.eu/category/gesellschaft/die-sieben-totsuenden/

 

 

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September 10th, 2016 by micha

Ist Gott Allmächtig? Was ist die Wahrheit?

Kirche auf dem Holzweg

Es ist doch so, dass wir heute den Glauben falsch verstehen, wir verstehen nicht, was Jesus uns gebracht hat, was er uns lehren wollte. Auch die Kirchen sind seit Jahrhunderten auf dem Holzweg. Der Glaube wurde in den Institutionen genutzt um Macht und Einfluss zu generieren.

Die Kirchen beschweren sich heute über mangelndes Interesse, über leere Gottesdienste über austretende. Aber liegt denn das nicht in erstem Sinne an dem knöchernen unbeweglichen Selbst der Kirchen.
Jesu Botschaft ist universell, nicht an eine Zeit oder einen Ort gebunden. Wir verstehen sie nur nicht mehr, die Kirchen verstehen sie schon lange nicht. Eventuell einige, sie sind jedoch nicht in der Lage, die wahre Botschaft zu vermitteln.

Die Wahre Botschaft Jesu ist keine Kirchliche, sie ist universell, sie darf nicht auf einen bestimmten Kreis beschränkt werden, sie ist gesellschaftlich.  Dies ist die Botschaft Jesu, sie wurde von jeher falsch verstanden, es fängt schon bei den viel verehrten Wüstenvätern, den Vorläufern des Mönchstums an, die sich zurück gezogen haben. Sie haben spirituelle Höhen erlebt, sind persönlich Gott näher gekommen, voll egoistisch.

Jesu Botschaft stellt uns aber in die Verantwortung, die Verantwortung für alle, für alles, für die Schöpfung an sich. Die Herren und Damen haben sich damals zurückgezogen und sich dieser Verantwortung entzogen. Wir verdanken Ihnen viel Schätze der Spiritualität, jedoch entsprach Ihr handeln nicht dem Auftrag Jesu, sie waren nicht in der Nachfolge Jesu.

Gott allmächtig?

Von den Kirchen wird immer noch der Gedanke vermittelt, dass Gott allmächtig ist.

Darin fußt eine große Enttäuschung, Gläubige können nicht verstehen, dass Gott die Welt, so wie sie ist, zulässt. Soviel Grausamkeit, soviel Ungerechtigkeit, so viel Leid. So viele Bedrohungen, so viel Fanatismus, so viel aus glaube begangenes Unrecht.

Wie kann das ein allmächtiger Gott zulassen?

Die Gläubigen ziehen sich von Gott, dem ungerechten, zurück, schließen ihn aus ihrem Leben aus. Und konzentrieren sich enttäuscht auf sich selbst, auf den selbstständigen Erhalt ihres Status, Ihres Besitzes, Ihres Lebens.

Das lassen die Kirchen zu, sie informieren nicht. Sie lassen damit auch den Egoismus zu, der dadurch entsteht. Sie lassen zu, dass wir andere und anderes ausgrenzen. Das wir und das ihr. Sie lassen das ganze Elend der Welt zu und lassen sie in dem Glauben, das sei von Gott gewollt.

Doch die Antwort darauf ist ganz einfach.

Wenn man ein Gott-Verständnis von dem Erschaffer-Gott hat, dann hat Gott uns, den Menschen Verstand, Verständnis für Gut und Böse und freien Willen gegeben. Genau das war und ist es, was er von seiner Allmacht abgegeben hat. Auf diese Freiheiten hat er natürlich keinen Einfluss, sonst wären es ja keine Freiheiten.

Oder mit anderen Worten. Wir können Gott nicht für unsere Taten oder die Taten anderer Menschen verantwortlich machen.

Um uns die Richtung zu zeigen hat er uns die Fähigkeit gegeben Schönheit zu empfinden, er hat uns aber auch die Liebe gegeben (damit meine ich nicht die sexuelle Liebe, sondern die uneigennützige Liebe, die nichts zurück verlangt).

Die Kirchen beschränken sich im Grunde nur noch auf das Weltliche.

Die spirituelle Seite des Glaubens, auf der jeder Gläubige die Möglichkeit hat, selbst Gott näher zu kommen, wird vollkommen ausgeblendet. Das Gott Organ, im Übertragenen Sinn unser Herz, mit seinen Möglichkeiten in uns zu lauschen, situationsbedingt zu spüren, was richtig ist, findet nicht statt.

In uns zu lauschen und Gott zu spüren, seinen Willen mit den verschiedenen Sinn-Möglichkeiten des Herzens zu spüren. Dieses „Organ“, diese Möglichkeit, ein Gefühl für Gott zu entwickeln, ja sogar ganz neue Sinne zu entwickeln, dieses Training wird vollkommen außer Acht gelassen, ja sogar geleugnet.

Kirchen haben nichts mehr mit Glauben erfahren zu tun.

Kirchen haben nichts mehr mit Glauben erfahren, mit Gott spüren zu tun.  Die Kirchen haben diesen Gott verloren. Ganz so wie damals, als Jeschua uns die neue Botschaft des liebenden, des Vater Gottes gebracht hat. Die Botschaft, das Gott (Vater) männlich und das Gott (liebend) weiblich ist.

Die Lehre, die sich aber entwickelt hat, ist die eines männlichen, patriarchalischen Gott, genauso, wie noch in der alttestamentarischen Zeit.
Der Gütige und vor allen Dingen auch der Weibliche Anteil wurde vollkommen unterdrückt, wie auch die Frau in den letzten 2000 Jahren und natürlich auch davor. Im Grunde befinden wir uns immer noch in der vorchristlichen Zeit. Seine Lehren haben bisher nichts bewirkt.

Die verlorene Lehre Jesu- von den Kirchen verleugnet?

Jesu Lehre hatte aber noch einen weiteren, eine viel tiefer gehenden Aspekt, der noch viel stärker ignoriert, ja sogar aus Machtansprüchen verhindert wird. Der rein geistige Teil seiner Lehre ist, spätestens seit dem Konzil  von Nicäa 325, nicht mehr Bestandteil der Konfessionen.
Diese Lehre wurde lange verhindert, totgeschwiegen, Aufzeichnungen wurden verboten, ja sogar verbrannt. Wir können froh sein, das in den letzten hundert Jahren noch einige Spuren dieser Lehre aufgetaucht sind. Die archäologisch wiederentdeckten Evangelien des Thomas oder der Maria Magdalena zeichnen ein noch viel geistlicheres Bild von Jesus. Einen Jesus, den man in den klassischen, kanonischen Evangelien erahnt, den man als die dahinterstehende Weisheit spüren kann, jedoch niemals so konkret, wie in den eben genannten Evangelien. Sie stellen den einzelnen Glaubenden in den Vordergrund, den Gläubigen und seine Möglichkeit durch Reflexion, durch Selbsterkenntnis, durch innere Suchen, Gott selbst in sich selbst zu finden. Ja sogar sich ihm anzunähern, anzugleichen.

Dieser Weg beschneidet die Möglichkeiten einer konstitutionellen Kirche, wie sie sich damals entwickelte, bzw. wie sie jetzt schon seit tausenden von Jahren existiert und wurde deshalb bekämpft.

Wie Jesus werden?

Diese Evangelien deuten den Weg an, wie man selbst, im geistigen Sinn, wie Jesus werden kann.
Den Gläubigen wurden diese Möglichkeiten systematisch vorenthalten. Es ging so weit, dass sie über die Jahrhunderte sogar in Vergessenheit gerieten und ganz verloren gingen. In den Jahrtausenden keimte der Gedanke, die Möglichkeit Gott schon in dieser Welt zu finden. Ihm schon hier und nicht, wie von den Kirchen versprochen erst im Himmel nah zu sein, immer wieder auf und wurde brutal unterdrückt. Meister Eckhardt, einer der großen Kirchenmystiker, ist ein Beispiel dafür, er überlebte seinen Inquisitionsprozess nicht.
Aber ein Gedanke, wenn er einmal in die Welt gesetzt ist, kann nicht verhindert werden. Im Grunde wurde die Geistes-Lehre Jesu in den Jahrhunderten immer wiederentdeckt und immer wieder unterdrückt. Aber der Gedanke ist stark, keimt immer wieder auf, wenn man andere Religionen sieht auch schon in der vorchristlichen Zeit. Im Grunde steckt der Gedanke, das Bedürfnis Gott nahe zu sein, in uns, ist Teil von uns, von jedem. Es ist das Gefühl, dass etwas fehlt, das Gefühl, wir hätten unseren Weg noch nicht gefunden, die Gewissheit, irgendwie nicht komplett zu sein.
Steckt es in unseren Genen oder noch viel tiefer?
Das spielt im Grunde keine Rolle. Wir müssen einfach wieder lernen, dass in jedem von uns auch etwas Göttliches steckt und dass wir eine Verbindung dazu finden müssen. Der Anspruch der Kirche, mit ihrer Lehre der einzige Weg ins Himmelreich zu sein ist dabei fehlgerichtet, arrogant und sogar äußerst gefährlich, weil sie im Grunde durch Beschneidung der Lehre auf weltliche Regeln vollzieht und den persönlich-geistlichen Anteil entfernt hat.

Regeln aus Machtpolitik

Es ist Machtpolitisch besser Regeln aufzustellen, die die Gläubigen einzuhalten haben, um das Himmelreich zu erlangen, als die Gläubigen auf eine Reise ins Ich zu schicken, sie teilweise sich selbst zu überlassen und die Erkenntnis in ihre eigene Hand zu legen.
Das Schlimme dabei ist noch, dass dies den Kirchen zum größten Teil nicht bewusst ist, bis hin zu den Obersten glauben sie selber an ihre kastrierte Lehre. Alles gemäß dass der Einäugige ist unter den Blinden ein König ist, vermitteln sie ihre beschnittenen Glaubenssätze unter den Gläubigen, im festen vertrauen, das richtige zu tun und Gottes Wille zu erfüllen. Das Gegenteil ist der Fall. Schon kurz nach Jesu ableben hat sich in seiner „Kirche“ ein ähnliches Pharisäertum wie zuvor entwickelt. Die teilweise verzweifelten Briefe des Paulus an die frühen Gemeinden zeugen davon.

Das erzeugte Vakuum

Die Gläubigen spüren das Vakuum der Gottlosigkeit und kehren den Kirchen und leider auch oft dem Glauben den Rücken zu und konzentrieren sich auf sich selbst in der Materiellen Welt. Dem müssen die Kirchen wieder entgegenwirken, müssen den Gläubigen wieder das zurückgeben, weshalb sie hier sind. Gott selbst. Dass das möglich ist, sieht man an den expandierenden Pfingstbewegungen, hier trifft man auch Gläubige, die Gott spüren wollen, die ihn erleben wollen, hier spürt man tatsächlich den Geist Gottes.

Es wäre sehr schade, wenn die etablierten Konfessionen zu unflexibel wären, um eine Umkehr hin zu ihrer ursprünglichen Lehre zu finden. Sie müssen wieder Gott näherbringen, Gott selbst. Und dieser Gott ist auch genug Gott, auf ihn sollten wir uns Konzentrieren und auf das was Jesus uns über ihn berichtet, was er gelehrt hat. Sie müssen ihn uns wieder spüren lassen.

Und das mit dem ganzen Menschen, mit der ganzen Kirche, da sind wir und sie wieder gleich. Wir müssen Glauben wieder leben, nicht nur die Stunde am Wochenende, sondern auch in der Freizeit, der Arbeit, immer.

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Juli 30th, 2016 by micha

Aufforderung, sich auf den Weg zu machen, oder wie man betet!

 

Darum sage ich Euch: Bittet Gott und Euch wird gegeben! Sucht und Ihr werdet finden! Klopft an und euch wird die Tür geöffnet! Denn wer bittet, der bekommt. Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird geöffnet. Luk 11:9-10

Welch fantastisches Angebot macht uns Jesus hier! Wie unglaublich ist Gottes Güte, die er hier ankündigt.
Das alles steht in Zusammenhang mit einer Bitte der Jünger an Jesus, in der sie ihn fragen, wie man richtig betet. Man muss sich das mal vorstellen, die Jünger fragen Ihn, wie sie richtig beten sollen, das alles steht in Kapitel 11 des Lukas-Evangeliums.
Da müssten die Jünger eigentlich schon ungefähr ein Jahr mit ihm unterwegs gewesen sein, eigentlich hätten sie ja schon längst wissen können, wie das geht.
Und was macht Jesus? Er antwortet einfach und gerade heraus, voller Liebe und in bestem Willen ohne Vorwurf.

Sie fragen ihn wie man richtig betethands-543593_1280

und Jesus antwortet ihnen zuerst mit dem Vater unser. Mit dem berühmtesten  Gebet aller Zeiten, dass knapp 2 Mrd. Christen in der ganzen Welt auswendig können. Mit dem Gebet, das diese 2 Mrd. Menschen beten, wenn sie sich zu Gottesdiensten oder zu anderen Gelegenheiten treffen.
Das Gebet, das uns erlaubt ihn Vater zu nennen, das uns daran erinnert wie heilig er ist und dass wir seinen Namen nicht missbrauchen dürfen.

Das Gebet, das uns zeigt, dass Gott schon bei uns ist, das uns an das Gute erinnert, an das was er von uns erwartet. „Dein Wille geschehe“ bedeutet nicht, dass wir alles über uns ergehen lassen müssen.
Es bedeutet, dass wir seinen Willen erfüllen sollen, dass wir wahrhaftig, gut und gerecht, redlich, rein, liebenswert, ansprechend und ehrbar sind. Er möchte, dass wir den Egoismus ablegen, uns nicht über andere stellen, andere nicht ausnutzen. Er möchte, dass wir barmherzig, gütig, bescheiden, nachsichtig und geduldig sind. Er will, dass wir Frucht tragen und  unsere Mitmenschen und auch uns selbst lieben. Und das schon in dieser Welt, in Vorbereitung auf seine.

In dem Gebet bitten wir den Vater um unsere tägliche Nahrung; und zwar um UNSERE Nahrung, nicht um meine Nahrung.
Auch hiermit versprechen wir, dass wir aufeinander achten.
Wir bitten ihn,  dass uns unsere Schuld vergeben wird. Wir versprechen ihm, dass wir uns ebenso verhalten, dass wir auch vergeben, wenn uns Unrecht getan wird.
Wir bitten den Vater, dass wir nicht in Versuchung geführt werden. Hier bin ich mit der klassischen Übersetzung nicht ganz einverstanden, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass uns Gott in Versuchung führt. Vielmehr bitten wir darum, dass der Vater verhindert, dass wir (von anderen) in Versuchung geführt werden. Im Besonderen ist die Versuchung gemeint, ihm untreu zu werden und zu zweifeln.

Die Jünger fragen Jesus, wie sie beten sollen und er gibt ihnen das Vater unser!

Aber das ist nicht genug, er gibt uns noch weitere Zusagen vom Vater.
Er erläutert das am Beispiel eines Freundes, der nachts an die Tür klopft und um ein paar Brote bittet.
Und wenn wir ihm die Brote nicht geben, weil er unser Freund ist, dann deshalb weil er so dreist darum gebeten hat.
Und wie viel mehr würde uns dann Gott geben; wenn hier schon gegeben wird, wenn auf dreiste Weise gebeten wird. Wie viel mehr wird uns dann Gott geben, der doch unser Vater und noch viel mehr ist.
Wenn sogar ein Vater, der fern von Gott ist, der voll Sünde ist, gut zu seinem Kind sein kann, sogar schlechte Menschen können ihre Kinder gut versorgen und nur ihr bestes wollen.
Wie viel mehr wird uns dann unser Göttlicher Vater versorgen mit allem was wir brauchen.

Deshalb sind wir ganz bei, von und mit Gott wenn er uns sagt:

Bittet und ihr werdet bekommen, denn wer bittet bekommt.

Hier geht es nicht um irgendwelche egoistischen, materiellen Bitten. Gott wird uns niemals einen Sack voll Geld verschaffen, damit wir uns egoistische, materielle Wünsche erfüllen können. Er wird uns auch niemals über andere erhöhen. Die Erfüllung dieser Wünsche werden anders geregelt; und damit hat Gott bestimmt nichts zu tun.
Wir dürfen bei dieser Zusage nicht  den Zusammenhang und die Fragestellung vergessen, unter dem sie geäußert wurde. Es geht hier immer noch um die Frage, wie man richtig betet.
„Bitte und Du wirst bekommen“
Hiermit ist zu aller erst die Bitte um Erleuchtung, um Erkenntnis, um Wahrheit gemeint.

Sucht und ihr werdet finden, denn wer sucht, der findet.

Genau, macht Euch auf den Weg, auf den Weg zu Gott. Sucht ihn. Sucht ihn in Eurem Leben, sucht nach Anzeichen für ihn. Sucht Erleuchtung, Erkenntnis und Wahrheit. Sucht ihn aktiv und ihr werdet finden. Denn er ist überall; auch in Eurem Leben.
Überall könnt ihr Anzeichen für den Herrn finden. In Euch, in Eurer Umwelt, in anderen Menschen, in eurer Familie, im Materiellem und im Geistlichem. Im Stofflichen und im Feinstofflichen, in der Chemie, der Physik, in den Molekülen, Atomen, in den Bausteinen der Materie, in den Quanten und so weiter…… Überall könnt ihr ihn finden, ich finde im Besonderen in allem Leben, besonders  im Frühling.

Klopft an und es wird euch geöffnet, denn wer anklopft, dem wird geöffnet.

Diese Aussage stützt sich auf die vorherigen, wenn Du bittest und suchst, wenn du anklopfst, dann wird dir aufgetan. Wenn Du bittest und suchst, wenn du anklopfst, dann wirst Du eingelassen, dann hast Du einen Platz in der Gemeinschaft der Gläubigen, dann hast du deinen Platz bei Gott.

Ich bin immer wieder erstaunt über die Lehre, die uns Jesus gebracht hat. Er hat uns Gott unseren Vater erklärt, er hat uns erklärt, wie er war, ist und sein wird.

Auf die Frage, wie man richtig betet, gibt er uns diese Antwort, die an Gehalt und Wahrheit nicht zu überbieten ist.
Er gibt uns das Vater Unser.
Und er gibt uns das Versprechen, dass, wenn wir uns auf den Weg machen zum Vater, wenn wir ihn suchen und darum bitten, wenn wir anklopfen; dann werden wir, jeder einzelne, ihn auch finden.
In und um uns,
in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, in der Familie, in der Natur, überall und immer, in allem, in allen.
Wir finden ihn und er findet uns, er ermöglicht das. Er will das; und führt es herbei. Er braucht uns wie wir Ihn. Er braucht unsere Liebe ebenso wie wir seine. Wir sind in ihm und er in uns, durch ihn sind wir, ist alles verbunden.

Lasst uns ihm dafür danken!

Vielleicht mit einem Vater unser.

Amen

 

wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, wie man betet, 

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Unbenannt__
Juli 11th, 2016 by micha

Wenn Du Gott suchst findet er Dich  – Du bist ein Haus mit vielen Zimmern

Ein guter Freund hat mir gestern erzählt, wie es ist, wenn man den Weg zum Herrn findet.

Zuerst ist das Suchen, das Sehnen. Wir merken, dass uns etwas fehlt; dass wir noch etwas brauchen, um komplett zu sein. Es fehlt einfach, und wir bemerken, dass wir dieses Bedürfnis nicht stillen können. Nicht stillen können mit Haben, mit Prestige, nicht mit unserem Job, nicht mit Ablenkung, nicht allein.
Oft fangen wir an, uns über uns Gedanken zu machen, was ist schief gelaufen, was habe ich falsch gemacht, warum werde ich nicht glücklich.

Ich will doch einfach nur Glücklich sein!

Wir rackern uns ab, sehnen uns nach dem Glück, machen alles um es zu erreichen, erfüllen uns unsere Wünsche, schaffen immer mehr Haben, immer mehr Ablenkung. Aber wir erreichen nicht was wir brauchen.

Wir projizieren unser Scheitern auf andere, oft auf unsere Nächsten, unsere Freunde, Kollegen, Chefs, auf andere, auf andere Gruppen, auf Fremde. Es muss an ihnen liegen, dass ich diese Sehnsucht habe, dass ich mein Ziel nicht erreiche,

Sie sind SCHULD.

Ich rackere mich doch so ab, ich mache alles um endlich die Leere zu füllen, ich ich ich…….
Doch die anderen, die verhindern es, sie sind gegen mich, sie sie sie…….

Dann,
vielleicht nach jahrelanger Suche, eine Ersatzbefriedigung folgt auf die andere, eine Enttäuschung schließt an die nächste an, vielleicht haben wir schon eine Sucht entwickelt oder sind in unserer Beziehung entfremdet, oder schlimmeres,
passiert etwas.
Wir erinnern uns, eventuell spricht uns auch jemand an, wir lesen ein Buch oder machen eine Therapie.
Auf jeden Fall ist die Zeit reif. Die Antennen sind ausgefahren. Das Bewusstsein ist offen. Das alles diente nur der Vorbereitung.

Wir nähern uns an.

Wir denken nach, wir zeigen Interesse, wollen erfahren, wie alles zusammenhängt, hinterfragen auch mal uns selbst.
Zuerst sagen wir uns, fragen wir uns, ob denn noch etwas da ist,
ob noch jemand da ist, der Interesse hat. Wir sind einfach neugierig.
Man kann es ja mal versuchen, falsch machen wir ja eh nichts. So wie bei der Taufe, einfach zur Sicherheit. Wir öffnen die Tür ein wenig,
und lassen sie so stehen, vielleicht ist dort draußen ja doch jemand und er schaut mal rein.
Ihr lest währenddessen weiter, arbeitet an Euch, wenn Ihr Glück habt, habt Ihr einen Lehrer, einen Therapeuten, einen Freund.

Ihr bemerkt, dass ihr offen sein müsst, offen für das andere, offen für andere Menschen, offen für den Vater, offen für das wir, wir wir wir………..

Stellt Euch das so vor.

Ihr seid wie ein Haus und Ihr habt viele Zimmer.Unbenannt___ Ihr habt eine Eingangstür, dann einen Flur, ein Wohnzimmer, hier ist alles schön eingerichtet, alles vorzeigbar. Hier haltet Ihr euch gerne auf, umgeben von allem positiven, die Möbel sind Eure Erinnerungen, Erinnerungen an die guten Erlebnisse.

Aber Euer Haus hat noch weitere Zimmer,  weitere Schlafzimmer z.B. in einem liegen die Fehler, die Ihr bei Euren Kindern gemacht habt. In einem sind die schönen Erinnerungen an das Aufwachsen. In einem Eure Ehe, das Gute in einem, die Fehler, das schlechte in einem anderen Zimmer, in einem liegen Eure sexuellen Lüste, das was Ihr nicht mit Eurem Mann/Frau teilt, in einem anderen das was Ihr nicht mit Eurem Mann/Frau teilt, weil ihr euch schämt.
In einem Zimmer liegt Euer hoher Alkoholkonsum, in einem liegen vielleicht andere Drogen. In einem Eure Kindheit, die fehlende Liebe, oder vielleicht die Bevormundung, die Euch immer noch beherrscht, verhindert, dass Ihr erwachsen werdet. Und und und……..

Und Ihr habt die Tür geöffnet, zuerst nur den Spalt, dann lasst ihr sie jeden Tag einen Stück weiter offen stehen.

Und plötzlich ist er da.
Er kommt herein in Dein Haus, in Dein innerstes, Dein ich. Er fühlt sich direkt wohl, sagt Dir, dass es ihm gut in Deinem Haus gefällt.
Und er fragt Dich nach den anderen Zimmern. Wenn Du ihn lässt, hilft er Dir, deine Zimmer für dich aufzuräumen, zu reinigen, einfach so.

Er sagt Dir,
ich mache das schon, leg es in meine Hände.

Er geht durch Deine Zimmer, räumt sie auf, nimmt Dir die Last ab. Kümmert sich um Deine Süchte, Deine Psychosen, Dein Fehlverhalten, Deine Fehler der Vergangenheit.
Und wenn er schon viele Zimmer aufgeräumt und gereinigt hat sagt er zu Dir: Und was ist hinter dieser Tür, soll ich mich jetzt darum kümmern?
Nein, nein sagst Du, räum doch bitte zuerst noch woanders auf.

Und er macht es!

Und dann wieder: Und was ist hinter dieser Tür, soll ich mich jetzt darum kümmern?

Nein, nein sagst Du, räum doch bitte zuerst noch woanders auf.

Und er macht es!

Und dann wieder: Und was ist hinter dieser Tür, soll ich mich jetzt darum kümmern?

Nein, nein sagst Du, räum doch bitte zuerst noch woanders auf.
Und er schiebt Dich ganz langsam zur Seite und kümmert sich auch um das was hinter der letzten Tür ist.
Das ist so, als würdest Du dein bisheriges Leben hinter Dir lassen, er zeigt Dir, was und wer Du wirklich bist. Hinter der Tür war Dein unterdrücktes selbst versteckt, er lässt es raus, ganz ohne Moralität und angelernte Verhaltensmuster, ganz ohne das Bewusstsein, alles selber zu schaffen und machen zu können. Da bist Du, wie Gott dich geschaffen hat, so wie er dich will.
Du erkennst, dass Du ohne ihn, den Vater nichts bist, dass ER dich geschaffen hat, aus Liebe, dass er Dich will, Dich braucht, genau wie Du Ihn.
Er zeigt Dir, dass Du dir dein ganzes Leben etwas vorgemacht hast, Du bist nicht perfekt und das ist gut so.

Das Zimmer im Zentrum

Du erkennst, dass all die anderen Zimmer nur um dieses herum gebaut wurden, um die Sehnsucht nach Ihm, nach der Verbundenheit, nach dem Vater zu unterdrücken. Um die Leere irgendwie zu füllen, um dem Leben Substanz zu geben, um ganz zu sein.
Er hat uns geschaffen, damit wir mit und in Ihm ganz sind, ganz werden. Er hat uns geschaffen, damit wir Ihn suchen.

Er hat seine Allmacht aufgegeben um uns die Entscheidung zu geben, ihn zu suchen oder nicht. Er will uns suchend, Er will uns fragend, Er will, dass wir uns auf den Weg machen und Er will uns findend.
Er gab uns die Liebe, die Liebe zu unseren Kindern, zu unserem Partner, zu unseren nächsten, zu anderen Menschen, die Liebe zu Ihm. Er gab uns das Gespür für Schönheit und für seine Liebe, damit wir Ihn entdecken.
Und wenn wir Ihn gefunden haben, dann kümmert er sich um uns, dann räumt er unser ganzes Haus auf.

Für Ihn ist das das Größte.

 

Seid suchende!

 

www.day8.eu

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Juli 2nd, 2016 by micha

öffnen für Gott – öffnen für Dich – Erkenne Gottes Liebe in Dir

Die Kirchen versuchen in den letzten Jahrhunderten, in Jahrtausenden ähnlich wie ein Arzt nur die Krankheitssymptome zu bekämpfen. Sie behandeln nicht die Krankheit, sie kennen sie nicht einmal.
Sie haben keine Ahnung davon, dass sich unsere Sehnsucht nach Einheit mit Gott nicht nur auf den Tod, das Jenseits, den Himmel bezieht, dass wir nicht nur nach dem Tode in Einheit mit Gott sein wollen.

Nein, dem Menschen ist die Sehnsucht nach Gott direkt eingepflanzt. Sie ist Bestandteil von uns, Sie ist Teil der Schöpfung, Sie ist es, die uns über die Tiere stellt.

Nicht unsere Intelligenz, unser Ego, unsere Werte stellen uns über die Tiere.

Nicht das unterscheidet uns und setzt uns an die Spitze seiner Schöpfung.

Vielmehr unsere Möglichkeit, Gott zu erkennen, ihn wahrzunehmen. Wir sind auf dieser Erde die Geschöpfe, denen dies gegeben ist. Wir können Gott fühlen, können ihn spüren, in uns, um uns, überall. In unserer Seele, in unseren Mitmenschen, in Pflanzen, in Tieren, in Steinen, sogar im Boden, im Dreck. Gott ist überall, in allem.
Wenn wir unser Herz öffnen und ihn spüren, bemerken wir ihn überall, in der Schrift, in Worten, in Musik, in der Natur. Wir spüren die Verbundenheit mit ihm, mit unserer S

eele, mit unserem Mitmenschen, mit Pflanzen, Tieren, mit den Steinen, sogar mit dem Boden, mit dem Dreck.
Dieses Gefühl ist atemberaubend. Diese Verbundenheit verändert alles, gibt Vertrauen und Richtung, Gewissheit und zeigt was wichtig und richtig ist.

Ferne zu Gott und uns selbst

Unsere Probleme beruhen darauf, dass wir nicht mehr auf Gott achten, wir haben verlernt, Gott wahrzunehmen.
Wir sind arme Suchende, die durchs Leben Irren, immer auf der Suche. Leider wissen wir gar nicht mehr, was wir suchen, was uns fehlt. Wir hetzen durchs Leben, probieren immer neues aus. Hängen am Materiellen. Denken, Geld und Besitz können uns befriedigen, können uns heilen.

Aber das ist nicht so:

Was wir suchen, steckt direkt in uns. In jedem einzelnen, in unseren Herzen, in unseren Gefühlen.

Die Wahrnehmung Gottes erfordert immer, dass wir auf unsere Gefühle achten, dass wir auf uns achten, denn nur in uns und mit uns können wir Gott fühlen. Wir müssen ganz genau auf uns achten. Auf unser Innerstes, auf unsere Atmung, auf das Ein und Aus, auf unser Herz, auf den Herzschlag. Wir müssen spüren, wie unser Blut durch unsere Adern fließt.
Wenn wir dann ganz genau achten, auf unsere Gefühle, gute wie schlechte, wenn wir Gefühle zulassen, können wir Ihn, zuerst ganz klein, kaum zu bemerken, kaum wahrnehmbar, können wir ihn spüren. Wenn Du dich dem hingibst, wirst du ihn endlich spüren, Ihn den Du immer gesucht hast.

Gott ist in DIR.

Gott ist auch Du, Du findest ihn in Dir. Ohne Dich wirst Du ihn nie finden.
Du findest ihn nur, wenn Du auf DICH achtest. Und das haben wir verloren.

Wir haben verloren/vergessen, auf uns zu achten.
Wir achten auf alles mögliche, wir achten auf unsere eingeübten Verhaltensmuster, auf die Moral, die wir gelernt haben, wir wissen immer, wie sich andere uns gegenüber verhalten müssten. Wir achten auf unser Haus, deren Einrichtung, auf Geld, Arbeit, Vereine, unsere Aufgaben hier und da, auf unsere Eltern, auf unsere Kinder, auf Freunde, Bekannte, mehr noch auf unsere Feinde.

Wir achten aber nicht auf uns selbst.

Ich komme zurück zu dem Bild des Arztes, der nur die Symptome heilt. Er verabreicht Mittel gegen Fieber, Hautausschlag, Schmerzen etc. aber er geht nicht die Krankheit an.
So ähnlich ist auch die Kirche, sie geben uns Regeln auf, nach denen wir uns verhalten sollen, sie versprechen uns dafür das Himmelreich also etwas in ferner Zukunft, was wir Gläubigen jedoch nicht überprüfen können. Wir versuchen in Gemeinschaft das Gefühl nach Nähe zu stillen (was den modernen Kirchen immer weniger geling). Auch hier werden nur Symptome angegangen, unsere tatsächliche Sehnsucht wird nicht gestillt,
die Sehnsucht Gott nahe zu sein, mit Gott eins zu sein und das jeden Tagt, im Leben, im Sterben und im Tot, für immer.

Die Kirchen ignorieren, dass wir schon jetzt den Kontakt mit Gott suchen.

Ich will nicht unterstellen, dass dies in Absicht geschieht, vielleicht ist es auch einfach nur dasselbe Verhalten, das fast alle an den Tag legen. Es ist einfacher, uns nur auf das Materielle, auf das weltliche zu konzentrieren, als in uns zu gehen und in uns selbst zu forschen.

Denn das ist ein direkter Weg zu Gott, hier und jetzt. aber dieser Weg führt über Dich. Diesen Weg bin ich gegangen und ich gehe ihn immer noch, ich bin noch lange nicht am Ziel. Gott ist in jedem von uns, ist Teil von jedem von uns, wir erkennen ihn nur nicht. Wir sind abgelenkt durch unser weltliches Leben

.

Und so geht’s

Ich erwarte jetzt nicht, dass jeder von uns ins Kloster geht und für das Weltliche nicht mehr zur Verfügung steht. (Für mich persönlich ist ein Kloster auch eher ein Ort für Menschen, die für das Leben zu feige sind.)

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Wir müssen aber Gott in unserem Leben Raum lassen, damit wir erfüllt sind. Dafür müssen wir ihm jedoch Zeiten einräumen, in denen wir uns selbst vergessen.

Wir müssen auf unsere Gefühle achten. Nicht

auf unsere Gedanken, wir müssen sie verhindern. Verhindern, dass das Gedankenkarrusel anläuft, das sich nur um uns und das weltliche dreht. Wir müssen die Gedanken ausschalten. Uns regelrecht vergessen.

Das ist, was allgemein „Geheimlehre der Christlichen Kirche“ genannt, wobei das Geheim nicht bedeutet, dass hier etwas zurückgehalten wird. Es bedeutet einfach, dass davon ausgegangen wird, dass die Inhalte von den „normalen“ Gläubigen nicht verstanden werden. Ich muss aus eigener Erfahrung sagen, dass es am Anfang auch schwer ist.

Ich schaffe das am besten, wenn ich meine christliche Rockmusik höre. Wie es bei Euch am besten klappt, müsst Ihr selbst heraus bekommen. Bei mir sind es einige Songs von Third Day und Casting Crowns, bei denen ich mich total vergesse.

Wenn man sich darauf einlässt ist der Lohn grenzenlos, eine Erfahrung, die mit nichts zu vergleichen ist, was ich bisher erlebt wurde, eine Einheit mit allem, das Gefühl der Gesamtheit, Gemeinsamkeit, Glückseligkeit.
Ihr werdet keinen Gedanken mehr an Drogen, Alkohol, oder sonstige Dinge verschwenden, die uns ja eigentlich von dem ablenken sollen, was uns fehlt.
Ihr werdet daran keinen Gedanken verschwenden, weil Ihr endlich gefunden habt, was Ihr sucht.

Mehr dazu unter:https://www.day8.eu/

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Boomed
Juli 2nd, 2016 by micha

Zur Konformität gezwungen

Als Teenager versuchen wir uns Autonom zu verhalten, versuchen unsere eigenen Werte zu entwickeln. Wir haben jedoch keine Chance.
Wir sind dazu verdammt, dass unser selbstgebautes Wertesystem unter dem äußeren Druck zusammenbricht.
Der Druck, uns konform, gemäß allgemeiner Moralität zu verhalten ist so groß, dass wir schließlich nachgeben.  Bei einigen ist diese Phase noch präsent. Sie erinnern sich noch an die Ausgrenzung und den Kampf, die Enttäuschungen, die sie erlitten haben. Oft sind es genau diese, die sich aus Kenntnis dieses Schmerzes zukünftig noch stärker anpassen als die damals angepassten, die die Phase eher kampflos überstanden haben.

Verhaltensmuster erkennen

Paradoxerweise sehen wir diese anerlernten Verhaltensmuster als die eigenen an. Die Beeinflussung läuft so konstant, so selbstverständlich und durch die ganze Gesellschaft ab, dass  wir echt denken, das wären wir. Außerdem vermischen wir die erlernte Moralität noch mit Verhaltensweisen, die auf eigener Erfahrung beruhen, die wir im Laufe unseres Lebens gelernt haben. Auch diese Verhaltensmuster integrieren wir ungeprüft in unsere Persönlichkeit, in unseren Verstand ein.
Die Moralität und die erlernten Verhaltensmuster bzw. Lektionen bilden die Grundlage für unser Selbstbild.

Verhaltensmuster und Moralität – die großen Verhinderer

Wir erschweren uns das Leben, indem wir uns an diese hart erarbeiteten Lektionen und die erlernte Moralität klammern, lange nachdem sie ihren Nutzen verloren haben. Nehmen wir als Beispiel einen Jungen, das gelernt hat, dass er bei seiner Mutter alles durchsetzen kann, wenn er sich stur stellt (evtl. hat er es ja bei seinem Vater abgeschaut), anfangs nur bei der Mutter, später bei seinem ganzen Umfeld. Und weil das in der Kindheit funktioniert hat, verwendet er das weiter, was funktioniert. Auch als erwachsener. Und obwohl er seit Jahren nicht mehr die gleichen Ergebnisse damit erzielt, kann es sein, dass er mit 40 Jahren seine dritte Frau noch genauso behandelt.

Wir verhindern uns selbst

Der Verstand mag es nicht, sich auf neue Informationen hin zu verändern. Erlernte Lektionen, an denen wir auf diese Art festhalten, bilden die Persönlichkeit, an die wir dann gekettet sind. Das macht das Leben schwerer, als es eigentlich sein müsste.
Auch ungeprüfte Moralvorstellungen können uns das ganze Leben begleiten. Problematisch sind sie, wenn sie ausgrenzen oder diskriminieren. Das zum Beispiel Homosexualität unmoralisch ist, ist noch in vielen Köpfen verankert, dieser Irrtum wird uns noch viele Jahre begleiten.Die so gleichgeschalteten Erwachsenen zeichnen sich durch einen nahezu hysterischen Glauben an den Verstand aus. Ihr Moralismus beherrscht sie komplett.

Es geht sogar so weit, das wir annehmen, Moralität wäre etwas angeborenes,

der Biologe Hans Mohr drückt es folgendermaßen aus: „Wir brauchen moralisches Verhalten nicht zu lernen – es ist eine angeborene Disposition, die uns befähigt, das moralisch Richtige zu treffen.“[1] Herr Mohr meint mit seinem Beitrag sicherlich die höhere Moral, wie sie etwa in den zehn Geboten oder den fünf Silas im Buddhismus beschrieben werden. Ich finde es jedoch bezeichnend, das die „Moral“ als etwas natürliches angesehen wird.

Moralität hat sich bewährt. Aber wie lange noch?

Die unreflektierte Weitergabe von Erkenntnissen und Verhaltensweisen, von Moral durch eine Generation an die nächste hat sich bewährt. Diese sich um sich selbst drehenden, Ideen generierenden, sich selbst erhaltende Wesen, die sich daraus entwickelt haben scheinen zu funktionieren. Die Menschen haben die Weltherrschaft. Die Fähigkeit aufgrund angesammelter Informationen zu handeln und große Mengen neuer Informationen weiterzugeben, ist die Überlebenstaktik des Menschen in unseren Gesellschaften.

Paradoxerweise aber hat sich aus dieser Strategie unsere egoistische, machthungrige, auf den Vorteil des einzelnen begründete Gesellschaft entwickelt.

Ich bin überzeugt, dass wir uns dadurch über kurz oder lang selber vernichten.

kaput

Die Menschheit ist schon seit Jahrzehnten in der Lage, sich und die ganze Natur dieses Planeten zu vernichten, wir haben unseren Alptraum selbst geschaffen.
Die Massenproduktion von Konsumgütern, die uns einen angenehmen Lebensstil ermöglichen, ist für andere tödlich.

Unser Wohlstand ist nur dadurch begründet, dass irgendwo anders auf der Welt die Natur oder der Mensch ausgebeutet wird.

Dafür haben wir Massenvernichtungswaffen gegen Mensch und Umwelt entwickelt und angewendet und die unfassbare Vernichtung von Millionen durch Armut, Krankheit und Gewalt in Kauf genommen.

Jetzt müssen wir es innerhalb der nächsten Jahre schaffen, von dieser egoistischen Lebensweise abzulassen, sonst geht alles vor die Hunde, die jedoch sicherlich mit Boomder Schöpfung besser umgehen würden als wir.

Ich möchte hiermit ausdrücken, dass wir nicht alleine in der Welt stehen und unser Verhalten Konsequenzen hat. Unser Verhalten vernichtet die Welt. Wir alle können nur etwas zur Heilung beitragen, wenn wir uns ändern, wenn wir uns von Grund auf ändern.

Wir alle!

 

Und jeder muss dabei mit sich selbst anfangen.

Vielleicht schaffen wir es ja, an die nächsten Generationen nicht auch diesen Müll weiterzugeben, den uns unserer Vorfahren und Eltern überlassen haben, vielleicht schaffen wir es endlich erwachsen zu werden, Verantwortung zu übernehmen. Nicht jeder für sich, sonder wir für uns, in Verantwortung für uns, unseren nächsten und für alle Menschen, die Natur, für unsere Welt.Der Weg aus diesen Irrglauben heraus besteht in der Erweiterung unseres Selbstbildes. Wir müssen es schaffen, wieder mehr zu sein als die Persönlichkeiten, auf die wir während des Aufwachsens geschrumpft sind.

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[1] Ina Wunn: Die Evolution der Religionen.

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Juni 30th, 2016 by micha

Tag8 – Nächstenliebe, Erhalt der Schöpfung, Gleichheit aller Menschen

Tag8 bedeutet, dass die Schöpfung weitergehen soll, dass wir Menschen uns entwickeln können und müssen. Unser Vater gab uns die Kreativität und Schaffenskraft, damit wir die Welt verbessern, nicht vernichten. Wir gläubigen müssen uns endlich wieder an unseren Auftrag erinnern und ihn endlich annehmen und leben.
Vater schickte uns Jesus, aber auch Mohamed, um es zum besseren zu wenden.
Aber wir ignorieren wieder ihre leeren. In den 2000 Jahren seit Jesus, wie auch in den tausenden Jahren zuvor.

95% aller Menschen glauben an eine höhere Macht. Und diese Macht ist gut, ist unser Vater. 95% der Menschen müssen endlich anfangen, ihren Egoismus abzulegen und Verantwortung übernehmen.

Verantwortung für uns selbst, unsere Nächsten, für alle Menschen, für die ganze Schöpfung.

Wie gesagt, ich bin ganz am Anfang. Ich spüre jedoch die starke Sendung, jetzt mein Leben zu ändern und etwas zu unternehmen. Dafür suche ich Wettstreiter.

Vielleicht Sie?

Mehr dazu unter:https://www.day8.eu/

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