Category: Die sieben Totsünden

unbenankknt
September 11th, 2016 by micha

Auswirkungen der Ignoranz oder die sieben Todsünden

Ich möchte gerne darstellen, wie weit sich die Gesellschaften schon zu Menschenverachtenden Konstrukten entwickelt haben. Im Grunde leben wir in ständiger Spannung, in ständiger Suche, in ständiger Verteidigung, in ständiger Besitzstandsbewahrung. Wir sind auf der Hut, leider in ständiger Ausblendung des Unrechts.
Es geht sogar weiter. Im Grunde befinden wir uns in einem ständigen Zustand der Sünde. Allgemein bekannt sind die sieben Hauptsünden, Hauptlaster oder Todsünden, sie schieben sich in den Vordergrund, sie übernehmen.
Nicht unbedingt bei jedem einzelnen, sondern bei uns als Gruppe, als Gemeinschaft.
Sogar die, die diesen Zustand nicht teilen, die angeblich gerechten, machen sich schuldig, weil sie nicht verhindern. Weil sie nicht verhindern, was auch in Ihrem Namen geschieht.

Dafür ist natürlich zuerst erforderlich, die sieben Totsünden genauer zu untersuchen, Gründe für das entstehen, aber auch für den Ausweg aus der Sünde darzustellen.

Da wären

1. Hochmut (Stolz, Eitelkeit, Übermut)                           2. Geiz (Habgier)
3. Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren)   4. Zorn (Wut, Rachsucht)
5. Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)     6. Neid (Eifersucht, Missgunst)
7. Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens)[i]

 

Sünde als Ersatzgott

Sicherlich nicht alle, aber einige dieser Sünden sind heute zu Ersatzgöttern aufgestiegen und erfüllen somit die Voraussetzungen der kirchlichen Definition.
Die Lehre der Kirche nennt „denjenigen Akt eine Todsünde, durch den ein Mensch bewusst und frei Gott und sein Gesetz sowie den Bund der Liebe, den dieser ihm anbietet, zurückweist. Indem er es vorzieht, sich sich selbst[ii], oder irgendeiner geschaffenen und endlichen Wirklichkeit, irgendeiner Sache“, die im Widerspruch zum göttlichen Willen[iii] steht, bzw. lebensverneinend ist, zuzuwenden.

Das heißt, wir heben eine oder mehrere der oben genannten Ausrichtungen, Gefühle oder Verhaltensweisen über Gott und machen sie für uns zu unserem Ersatz-Gott, zu unserem Götzen und entfernen uns damit von unserem göttlichen Ursprung und von unseren Möglichkeiten. Wir entfernen uns von der Möglichkeit und persönlich frei zu entfalten, ohne uns durch die oben genannten Verhalten lenken zu lassen, Marionetten zu werden, ohne eigenen Willen und ohne die Möglichkeit situationsbedingt zu bewerten und zu handeln. Wir entfernen uns von der Möglichkeit, Gott nahe zu sein, dem, der mir auch nahe sein will, dem Gott, der darauf brennt uns kennen zu lernen, so wie wir sind.

Und nicht so, wie uns diese Verhaltensweisen, diese schlechten Muster, diese falsche Moral, machen.

Wir sind alle betroffen

Das tückische dabei ist, dass es entgegen der kirchlichen Definition bei jedem einzelnen meist unbewusst abläuft. Wir bemerken gar nicht, dass wir, dass ich, dass jeder einzelne die Sünde, die Ferne von Gott, den falschen Weg gehen, weil uns dieser als der einzig richtige vorgemacht wird. Wir verschließen die Augen vor der Wahrheit, wir lassen uns von den Medien, von der Gesellschaft vormachen, dass wir so zu sein haben, dass wir besonderen Gruppen angehören und damit auch besonders sind. Und das, wenn man einer Gruppe angehört (angehören möchte) sich auch entsprechend verhält, alternativlos.
Das schlimme ist, dass wir uns anderen Gruppen gegenüber abgrenzen, Sie als anders, als fremd empfinden, die und wir. Dann haben wir keine Gnade mehr. Dann wenden wir, kollektiv, jede der oben genannten Verhalten an, ohne Gewissen, ohne Reue.

 

 

Im Folgenden entsteht eine kleine Serie, die die sieben Hauptsünden im Einzelnen behandelt.

waytolight.eu/category/gesellschaft/die-sieben-totsuenden/

 

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[i] https://de.wikipedia.org/wiki/Todsünde

[ii] Der offizielle lateinische Text lautet: Cum tota Ecclesiae traditione peccatum mortale eum dicimus actum, quo homo lib ere scienterque repudiat Deum, eius legem, foedus caritatis, a Deo sibi propositum, praeoptans se ad se ipsum, ad aliquid divinae voluntati contrarium convertere (id conversio ad creaturam vocatur). / vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Todsünde

[iii] Vgl. Reconciliatio et paenitentia, Nr. 17.  /  vgl. Maurach, Reinhart / Schroeder, Friedrich-Christian / Maiwald, Manfred: Strafrecht Besonderer Teil, Teilband 2: Straftaten gegen Gemeinschaftswerte, 9. Auflage, Heidelberg 2005, S. 42.  /  vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Todsünde

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unbeoenannt
September 11th, 2016 by micha

Hochmut ist die Weigerung, sich in seiner eigenen Menschlichkeit und damit Fehlerhaftigkeit anzunehmen, die Blindheit für die eigenen blinden Flecken.[i] Die Blindheit für die eigenen Schwächen, für die offenen und verborgenen schlechten Seiten.

Darunter fallen:

Eitelkeit  ist die übertriebene Sorge um den eigenen Körper, das Aussehen und die Attraktivität oder die Wohlgeformtheit des eigenen Charakters. Die Eitelkeit lenkt das Denken des Menschen ab, hin zu sich selbst, zu seinem Körper und seinem Äußeren.
Stolz ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst oder anderen, einer Hochachtung seiner selbst – sei es der eigenen Person oder mit einem hoch geachteten bzw. verehrten „Ganzen“ oder der eigenen Gruppe. Hierbei handelt es sich um eine elementare Emotion, die angeboren, nicht anerzogen ist. Im Grunde nicht verwerflich, soweit sie nicht überhöht oder ausgrenzt, bzw. andere erniedrigt.
Übermut bedeutet redensartlich eine Leichtfertigkeit oder Mutwilligkeit – im Gegensatz etwa zur Schwerfälligkeit. Seine Steigerung ist die Tollkühnheit und seine extreme Form die Hybris, die Weigerung, sich in seiner ganzen Wirklichkeit anzunehmen.[ii]

Hochmut tut nicht gut.

Denn er spaltet. Hochmütige leben unbewusst ständig in der Angst, dass die andern hinter ihre Fassade schauen und all das entdecken, was nicht so positiv ist. Die Heilung der Hybris, des Hochmuts, ist die Demut.
Demut ist der Mut, zum hinabzusteigen in die Abgründe der Seele, in die Schattenseiten, die das Menschsein verdunkeln. Dafür ist erforderlich, sich mit seiner Erdhaftigkeit und mit all den blinden Flecken, vor denen man sonst die Augen verschließt zu identifizieren.

Weitere Definitionen

C.G. Jung, der Schweizer Therapeut, versteht die Hybris als Inflation. Der Hochmütige bläht sich mit Gedanken und Vorstellungen auf, die ihm nicht entsprechen. Er übersteigt sein Maß, wird maßlos in seinem Selbstverständnis.
Und er sieht die Gefahr der Hybris darin, dass ich mich mit archetypischen Bildern identifiziere und auf diese Weise blind werde für meine Bedürfnisse, die ich dann unter dem Deckmantel des archetypischen Bildes auslebe.

Wenn ich mich zum Beispiel mit dem Archetyp des Propheten identifiziere, wenn ich meine, ich wäre der Einzige, der sich heute die Wahrheit zu sagen traut, der sich mit allen Leuten anlegt, dann merke ich gar nicht, wie ich mein Machtbedürfnis auslebe und wie ich mich hinter einer Fassade der Rechthaberei verstecke.[iii]
Oder wenn ich mich mit dem archetypischen Bild des Heilers identifiziere, wenn ich also glaube, ich könnte die Menschen heilen, die mich um Hilfe bitten, dann merke ich gar nicht, wie ich mein eigenes Bedürfnis nach Nähe auslebe.

Heilung

Die Heilung des Hochmuts besteht darin, mich von meinen Idealbildern zu verabschieden und hinabzusteigen in die eigene Menschlichkeit. Wenn ich mich annehme, wie ich bin, dann habe ich es nicht nötig, eine Fassade aufzubauen und mich vor anderen als perfekt und fehlerlos zu gebärden.[iv]

 

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[i] http://www.erzdioezese-wien.at/7-todsuenden-hochmut-oder-stolz

[ii] https://de.wikipedia.org/wiki

[iii] Anmerkung des Autors: Hier muss ich ganz persönlich sehr stark aufpassen, dass ich nicht in diesen Zustand verfalle. Die Beschäftigung mit moralischen Themen erzeugt schnell die Tendenz als Oberlehrer aufzutreten, andere zu bewerten und zu verurteilen, die eigenen Fehler jedoch nicht mehr zu sehen. Die Einzige Chance für mich besteht darin, die erforderlichen Änderungen an Moral und Verhalten konsequent selber zu Leben. Eine riesen Aufgabe (bin auch nur ein Mensch ;-).

[iv] http://www.erzdioezese-wien.at/7-todsuenden-hochmut-oder-stolz

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unbenanhjknt
September 11th, 2016 by micha

Der Ausdruck Geiz kommt von „Gier“ und bezeichnet eine zwanghafte oder übertriebene Sparsamkeit, damit verbunden ist auch der Unwillen, Güter zu teilen. Habgier, Raffgier, Habsucht oder Raffsucht ist das übersteigerte Streben nach materiellem Besitz, unabhängig von dessen Nutzen, und ist eng verwandt mit dem Geiz.

Die Habgier wird in vielen Kulturen moralisch verurteilt und zieht auch in Sagen, Märchen und Religionen Strafen nach sich. Im Lukasevangelium, 12. Kapitel, Vers 15 heißt es: „Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier, denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.“ Im Epheserbrief, 5. Kapitel, Vers 5 steht sogar: „Ihr könnt sicher sein, dass kein unzüchtiger, unreiner oder habgieriger Mensch je das Reich Christi und Gottes miterben wird.“

 

Was nützt das Anhäufen von Besitz, wenn du morgen schon tot sein kannst?

Ein geizig-habgieriges Verhalten kann im Kontext von Erziehungs- und Lernprozessen erworben werden. Obgleich die Wurzeln für das Verhalten in der Kindheit liegen, ist das geizige Verhalten das Ergebnis eines Lernvorgangs. Das Verhalten wird durch positive Verstärker aufrechterhalten und gefestigt. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Aktivierung des Erwartungs- und Belohnungssystems, welches im Zusammenhang mit Gier auch im Interesse der Neuropsychologie und Evolutionspsychologie steht.[i]

 

Geiz verhindert

Er legt sogar den Glauben an das eigene wahre Potential lahm, denn alles hat seinen Preis.  Das bedeutet, dass in dieser Welt immer etwas investiert werden muss, um etwas zu erhalten. Deshalb kostet manches Zeit, anderes Konzentration und Aufmerksamkeit, wieder anderes Mühe und Arbeit oder eben Geld oder anderes. Ein Mangel-Bewusstsein führt zu Sparsamkeit oder Geiz. Der Betreffende denkt, er habe zu wenig Zeit, zu wenig Kraft, zu wenig Geld. Er traut er sich weniger zu und entscheidet sich stets für die billigen, für die einfachen Angebote und verzichtet auf das Beste.
Wer einen tiefen Wunsch in seinem Herzen spürt, aber zuerst nach dem Preis für das Gewünschte fragt (egal, ob Zeitaufwand, Kraftbedarf oder Geld) der ist ganz offensichtlich ein Unfreier, ein Sklave. Somit ist Geiz auch Ursache für begrenzende Gedanken und Vorstellungen. Destruktive Glaubenssätze verhindern sogar, dass man den spirituellen Weg geht, der für einen selbst der beste ist.
Geiz macht innerlich unzufrieden, schließlich verzichten diese Menschen freiwillig auf etwas Wertvolles, weil sie sich dessen zu wenig wert fühlen und stattdessen still bedauern, dass das Leben nur Schattenseiten bereit hält.

 

Alles hat seinen Preis. Und alles hat auch seinen Wert. Und das Leben, Zufriedenheit, Erfüllung sollte für einen Menschen von größtem Wert sein.

Es geht deshalb nicht nur um die Frage, ob etwas seinen Preis wert ist. Es geht vielmehr darum, ob man sich selber soviel wert ist. Dies ist die Möglichkeit, den Geiz zu überwinden.

Jede Bank wirbt heute mit „bleibenden Werten“. Aber wirklich bleibt nur, was uns „vor Gott reich“ macht: die guten Werke! Alles, was aus Liebe und in Liebe getan wird, das überlebt den Tod, ist wertbeständig für immer. Habgier ist ein Laster. Alle Laster bringen nur Lasten weitere Laster wie Maßlosigkeit. „Der Sinn des Lebens“ besteht doch nicht in möglichst viel Besitz. Was nützt das viele Geld, wenn Hass und Streit in der Familie der Preis dafür sind? Gutes Einvernehmen, gütliche  Lösungen sind die besseren.[ii]

 

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[i] Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Geiz  /  vgl. Anton Bucher: Geiz, Trägheit, Neid & Co.- Therapie und Seelsorge: Psychologie der 7 Todsünden

[ii] Vgl. für das kompl. Kapitel Geiz: http://reich-sein.eu/welche-bedeutung-hat-geld-bei-dir  /  https://de.wikipedia.org/wiki/Geiz  /  https://www.erzdioezese-wien.at/site/glaubenfeiern/christ/bibel/gedankenzumevangelium/article/36703.html

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sex
September 18th, 2016 by micha

Wollust

Wollust ist die sinnliche, sexuelle Begierde und Lust, die bei sexueller Aktivität, der Befriedigung oder bei sexuellen Phantasien erlebt wird und gehört zu den fleischlichen Totsünden. Sie schließt das aktive Handeln zur Steigerung der sexuellen Befriedigung ein.
Wollust beschreibt das Hervorheben oder Emporheben, das Kultivieren einer Empfindung, die als drängend und lustvoll gilt. wollust
Wollust ist nicht nur körperliches Verlangen, sondern setzt auch erotische Fantasien frei. Hinter  der Wollust stehen mit den damit verbundenen Fantasien stärkste Triebkräfte und Verlockungen. Wenn die Wollust soweit geht, dass sie anderes Denken und Streben in den Schatten stellt, wenn sie zur mangelnden Impulskontrolle führt, echte Liebesbeziehungen durch häufigen Partnerwechsel oder das ständige denken daran unmöglich macht, dann ist diese krankhaft und behandlungsbedürftig.

Begierde, Begehren

In diesem Zusammenhang bezeichnet Begierde oder Begehren den seelischen Antrieb zur Behebung eines selbst empfundenen Mangelgefühls mit einem damit verbundenen Wunsch einen Gegenstand oder Zustand zu erlangen, um diesen Mangel zu beheben. Wichtig und Antreibend sind für das Begehren mehr die damit verbundenen geistigen Faktoren (Emotionen, Phantasie, Wünsche bzw. Ausgleich der dazugehörigen Bedürfnisse), bei der Begierde dagegen mehr die körperlichen (Triebe, Schmerz, Sucht, Hunger, Durst bzw. Ausgleich der dazugehörigen Bedürfnisse).
Genuss ist eine positive Sinnesempfindung, die mit körperlichem und/oder geistigem Wohlbehagen verbunden ist. Die Genusssucht ist ein Kind der Eigenliebe. Genusssucht ist ein großes Verlangen nach immer intensiverem Vergnügen. Man giert immer mehr auf Befriedigung der Sinne, will immer größere Vergnügen, wird zum Getriebenen, in diesem Sinne macht die Genusssucht den eigentlichen Genuss unmöglich.

Ausschweifung

Die Ausschweifung ist die maßlose Übertreibung im Lebensgenuss. „In der Ausschweifung jeder Art liegt viel Seelenkälte; sie ist ein überlegter und freiwilliger Missbrauch des Vergnügens.“[i] Ausschweifung in diesem Sinn entspricht dem Bedürfnis des Menschen, der Normalität zu entfliehen, einem Gefühl der inneren Leere, der Sinnlosigkeit. Dieses Gefühl der Leere, der Sinnlosigkeit, versucht man zu stopfen durch immer intensivere Erlebnisse – was aber letztlich nicht gelingt.

Moral

Die katholische Moraltheologie sollte in diesem Punkt sicherlich nicht als Maßstab gesehen werden. Sie duldet Geschlechtsverkehr nur zwischen Eheleuten, und dann auch nur mit dem Ziel der Fortpflanzung. Sinnliche Lust, die ein Ehepaar zusammenhält, die Spannungen und Stress abbauen und überwinden kann, hat nichts mit Sünde zu tun.

Es geht nicht darum, dass man sich für Sex oder Lust schuldig fühlen soll, es geht vielmehr „mal wieder“ darum, dass diese Freuden übertrieben werden, uns vom Leben ablenken. Erhöht werden, den Sinn des Lebens darstellen, oder dass man sich Ihnen ohne Bedenken, ohne Maß hingibt. Schließlich sollen [und wollen] wir der Herr unseres Körpers sein und nicht umgekehrt. Unter heutigen Bedingungen haben die kirchlichen Keuschheitsnormen ihre gesellschaftliche funktionale Bedeutung weitestgehend verloren (by the way – zeigt sich die katholische Kirche mit dem Festhalten an diesem antiquierten Verhaltensmuster nicht gerade auf Seite Ihrer Mitglieder, diese Herrschaft mit Vorschriften und Maßgaben „von oben Herab“ ist heutzutage nicht mehr durchzusetzen. Mit Papst Franziskus haben wir aber einen einsamen Streiter an unserer Seite (Gott segne ihn und lass ihm alle seine Vorhaben gelingen)).

Trotzdem gibt es immer wieder junge Menschen, die „unberührt“ in die Ehe gehen wollen und dies als ihr Ideal verkünden. Eine solche „Selbstbeherrschung“ kann – wie alle Formen der Selbstkontrolle – eine positive Entwicklung der Ich-Funktionen vorantreiben – aber auch über das Ziel hinausschießen.

Und jetzt?

Eigentlich ist die Wollust der echten Lust entgegengesetzt. Denn Lust kommt aus Nähe, aus Intimität, aus Wohlbehagen. Man kann zu seinem Partner zärtlich sein und Genuss bereiten und Genuss empfangen, man kann den Augenblick genießen, man kann eine Meditation genießen, Muße genießen. Eile kann man nicht wirklich genießen, und Sucht auch nicht.
Wollust bezeichnet also etwas Eigenartiges: Wer in sich eine Wollust oder Genusssucht verspürt, kann innehalten: Genieße den jetzigen Moment, verspüre den Genuss im Hier und Jetzt. Es braucht wenig, um wahren Genuss zu erfahren. Schon jeder Atemzug kann ein Genuss sein. Komme weg von der Genusssucht, hin zur Achtsamkeit, zur Aufmerksamkeit, zum echten Genuss im Hier und Jetzt.

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[i]  Joseph Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen

 sünden, 

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