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Oktober 4th, 2016 by micha

Spiritualität heute – Exerzitien für mich.

Ich verstehe Spiritualität nicht unbedingt als Frömmigkeit, sondern vielmehr als die Hinwendung zu Gott. Als die Möglichkeit, im Gebet Kontakt aufzunehmen, eine Verbindung einzugehen und Ihm nachzufolgen. Ich suche eine Möglichkeit, die nicht unbedingt in kirchlichem Kontext stehen muss, vielmehr suche ich den direkten Kontakt in kosmischen Sinn.
Ich weiß, dass sich dieses Bedürfnis schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte entwickelt hat und uns über alle Epochen, Völker und Religionen hinweg voran getrieben hat; auf der Suche nach dem der da ist, war und immer sein wird. Auch ich suche das, was uns verbindet, nicht entzweit, das was Leben schafft, fördert und ermöglicht, nicht zerstört, nach der Ordnung im Chaos, nach dem Sinn im Unsinn.

Ich bin auf der Suche nach einer geeigneten Methode, wie ich mein Leben nach dem Obersten ausrichten kann, wie ich Kontakt aufnehmen kann, wie ich ein Gespür entwickeln kann für den Willen, die Ordnung, die Richtung, das Richtige. Wie ich Ihm folgen kann.

Bei meiner Suche nach Spiritualität bin ich auf ein Angebot des Jesuiten-Ordens gestoßen.

 

Online Exerzitien. 

Eigentlich über einen kleinen Hinweis in dem Buch „Aufmerksamkeit ist das natürliche Gebet der Seele“ von Regina Bäume und Michael Platting. Hier wird die Möglichkeit von online Exerzitien erwähnt.  Eine kurze online Suche und ich hatte die entsprechende Internetseite des Jesuiten Ordens gefunden: http://www.heribert-graab.de/online-exerzitien/index.html oder https://www.facebook.com/Online.Exerzitien.

Ein Angebot, das mich speziell wegen der individuellen Begleitung durch einen Jesuiten oder geschulten Mitarbeiter, überzeugt hat (natürlich gibt es auch weibliche Betreuerinnen). Die Plätze sind begrenzt, deshalb ist eine Bewerbung unter online-exerzitien@jesuiten.org erforderlich.
In meiner Bewerbung wies ich auf meine Defizite im Bereich Gebet und direktem Kontakt zum Herrn hin, bittete um Hilfe. Und ich bekam meine Hilfe.

In Form eines sehr erfahrenen Jesuiten Paters, der in seinem Leben schon echt was geleistet hat. Er war sogar jahrelang für den Orden im Vatikan und hat sich über lange Zeit für die Verständigung mit anderen Konfessionen und anderen Kulturen eingesetzt.
Und dieser Mann wollte sich jetzt über vier Wochen um mich kümmern. Wahnsinn!

 

Exerzitien – Was ist das?

Exerzitien sind eine Zeit der geistlichen Übung, die abseits des alltäglichen Lebens durch Askese und Kontemplation zu einer intensiven Besinnung und Begegnung mit Gott führen soll. Sie werden einzeln oder in Gruppen durchgeführt und können von einigen Stunden bis mehrere Wochen oder Monate dauern.[1]

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Die Regeln:

Bei der Online-Variante wird jeden Morgen durch den Betreuer per eMail ein Impuls gegeben, den der Betreute mit in den Tag nimmt. Dabei ist der Impuls so kurz, dass er den Tag über im Kopf behalten werden kann, was eine möglichst intensive Beschäftigung ermöglicht. „Die Impulsgedanken sollen in das Leben eingepasst werden, sie fordern und bewirken unsere Beständigkeit in Gottes Gegenwart. Bei den Online-Exerzitien geht es um Besinnung und Konzentration auf das Wesentliche im Leben, das ganz besonders im Gebet, Gespräch mit Gott, das daraus wächst und immer mehr lebensbegleitend werden soll.“ [2]  Dazu wird im Rahmen der Möglichkeit des Betreuers geholfen.

Täglich soll man sich abends noch einmal mit dem Thema beschäftigen und einige Notizen verfassen, damit man seine Eindrücke der Woche Sonntags zu einem Wochenbericht zusammenfassen kann. Dieser wird dann vom Betreuer ausgiebig kommentiert und es werden gute Tipps und Hinweise gegeben.
Auch Zwischenfragen in der Woche werden beantwortet, wovon ich, besonders in den ersten zwei Wochen, intensiv Gebrauch gemacht habe.

 

Die erste Woche:

Die Impulse der ersten Woche haben vor allem Gottes Nähe und seine liebende Gegenwart bewusst gemacht. Es ging darum, ruhig zu werden und zu hören. Zu hören vor Gott, von Gott und mit Gott. Es ging darum, Gott im Alltäglichen zu spüren, zu erkennen und zu begegnen. In Ruhe ein Gespür zu entwickeln, damit man Gott hören kann, aber auch damit Gott mich finden kann.

Es wurde darauf eingegangen, dass Gott für uns da ist, mit Jahwe „Ich-bin-da“ hat er sich schon Mose am brennenden Dornbusch zu erkennen gegeben. Gott ist für uns da, für sie, für mich. Er ist ein hörender Gott, aber er tritt nicht unbedingt selbst in Erscheinung, er führt uns durch andere Menschen, manchmal ganz versteckt. Es wird versichert, wie und was Gott für uns ist, was wir für Gott sind. Er ist der Gott, der uns umgibt, der uns trägt und erträgt. Seine persönliche Liebe, seine Treue, nicht unsere Moral, garantiert das. Gott liebt uns, jeden einzelnen, so wie eine Mutter sein Kind! Ja sogar noch mehr. Und darauf können wir uns verlassen, nicht unseretwegen, sondern seinetwegen. Und Gott hat Freude an uns, an jedem einzelnen, Gott liebt uns. Aber lieben wir auch Gott?

Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, nichts, nicht Sünde, nicht Chaos, nicht Angst, nicht die anderen; aber auch nicht wir selbst. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn erfahre ich, dass nicht nur ich Gott brauche, sondern auch Gott Sehnsucht nach mir hat, mich braucht, um komplett zu sein.

Alle Impulse werden von Angaben zu interessanten Bibelstellen zum Thema begleitet, man hat also immer die Möglichkeit, über den Impuls hinaus noch weitere Anregungen zu bekommen.

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Erste Woche – Was ist bei mir passiert?

Ich glaube, ich habe es meinem Betreuer in der ersten Woche nicht leicht gemacht. Fast täglich habe ich auf die Impulse geantwortet und auch Antwort erhalten. An jedem Tag der Woche hatte der Impuls auch etwas mit meinem Leben, mit meinem Verständnis von Gott zu tun. Es kam mir vor, dass mein Betreuer, wie in den Impulsen erwähnt, zu mir geschickt wurde, um mir einen Weg zu zeigen. Ich kam mit meinen Nächsten ins Gespräch, bin mir wieder meiner dunklen Seiten bewusst geworden, habe ein besseres Gespür entwickelt, mit ihnen umzugehen.

Ich habe erkannt und gelernt, dass ich mit meinem Verhalten auch immer Einfluss auf andere habe. Ich habe erfahren, dass ich diese Auswirkungen auf andere akzeptieren und verstehen lernen muss, auch wenn es mir nicht so in den Kram passt, oder unangenehm ist.
Ich habe mich wieder an das Herzensgebet erinnert, das ich früher praktiziert hatte. So kam ich der Kontemplation wieder näher, mit der ich mich in der letzten Zeit so beschäftige.
Ich beschäftigte mich mit Toleranz.  Mit Toleranz anderen gegenüber. Damit, dass jeder denkt, sein Glaube wäre der einzig Richtige. Das mag stimmen, jedoch kann man immer nur sagen, dass für die jeweilige Person sein Glaube der Richtige ist. Ich kann gar nicht beurteilen, wie und was für andere das richtige ist.

Bestimmend war auch die Erkenntnis, dass Gott denen hilft, die sich regen. Er kann es nur in die richtige Richtung lenken, wenn man in Bewegung ist. Gott ist mit denen, die auf ihn zugehen, sich auf ihn einlassen. Gott hilft denen, die den ersten Schritt tun, ist zum Beispiel mit denen, die verzeihen, was ja auch eine aktive Handlung ist. Verzeihen kann man nur, wenn man sich dazu entschließt. Man kann nicht verzeihen, wenn man untätig ist. Das passiert nicht einfach so.

Ich glaube, das war auch eine der Kernaussagen. Ohne Bewegung kann sich nichts verändern, kann also auch nichts besser werden, sich zum Guten wenden. Ohne dass man sich in Bewegung setzt, kann einem auch keiner auf dem Weg entgegenkommen. Ohne Weg, ohne Ziel kann uns nicht geholfen werden, wie sollte das auch gehen?
Gott macht uns dadurch zu besseren Menschen, die Lösungen suchen; nicht den Rückzug. Er macht uns  zu Menschen, die aktiv auf andere zugehen, wenn es mal schief läuft. Zu Menschen, die erkennen.
Nur so kann man sich ändern, besser werden. Ein Gott, der alles ohne Gegenleistung hergibt, ändert die Menschen nicht, das Resultat wäre Stagnation und Unselbständigkeit.

 

Die zweite Woche:

Die zweite Woche beschäftigte sich mit dem Gebet. Worüber können und wollen wir mit Gott reden? Im Besonderen wurde „natürlich“ das Vater unser behandelt und der fordernde Charakter, die Vorleistung, die in den Worten von uns verlangt werden, in den Vordergrund gestellt. Zum einen die Verantwortung für alle, dadurch, dass wir um das Brot für UNS bitten. Also nicht für mich, sondern für alle. Wir bitten um die Versorgung aller Menschen.
Zum anderen an anderer Stelle, zurechtgerückt, „wie auch wir unseren Schuldnern ERLASSEN HABEN“, die Vorleistung.
Wie können und wollen wir zu Gott beten? Hierfür ist Zeit, Besinnung, Achtsamkeit, Atem und Stille erforderlich. Wir sollen SEIN vor Gott, mit allen Sinnen, wir müssen den rechten Ernst haben.

Es ging darum, worum, wie und wann wir beten. Beten kommt von bitten, aber es ist mehr. Ignatius (der Ordensgründer der Jesuiten) rät, zuerst Gott für seine Wohltaten in unserem Leben zu danken. Wir sollen mit Gott auch reden, wenn es uns gut geht und danken, nicht nur beten; bitten, wenn es uns schlecht geht. Ist es nicht schön, auch einen Adressaten für unseren Dank zu haben?

Beten heißt auch bitten, aber muss es immer Weltlich-Materielles sein? Können wir nicht auch darum bitten, dass unser Glaube, unser Vertrauen wächst. Darum, dass wir einander achten und ertragen, dass mein Herz lieber verwundbar, als hart sein soll, dass ich lieber in unscheinbarer Ohnmacht leben möchte, als hochmütig und unzugänglich? Können wir nicht um Demut und Güte bitten, nicht bei anderen, sondern bei uns? Können wir nicht darum bitten Jesu Worte zu verstehen? Es geht beim Gebet aber auch um Glauben. Wir müssen glauben, damit geholfen werden kann, ohne Glauben kann es keinen Einsatz für uns geben, weder von Jesus, noch von Gott. Das gilt auch, wenn wir für andere beten, Fürbitte leisten. Nur unser Glaube kann Jesu tun bewirken.

Zweite Woche – Was ist bei mir passiert?

Auch in der zweiten Woche ist mir wieder einiges bewusst geworden. Über die  Verantwortung im Vater unser habe ich schon vorher sehr viel nachgedacht, im Besonderen über das wir und die damit einhergehende Verantwortung für unsere Nächsten, aber auch für alle anderen Menschen. Uns geht es doch deshalb so gut, weil anderswo auf der Welt soviel Unrecht prayygeschieht. Das ist der Preis für unseren Wohlstand, den wir gerne akzeptieren. Ich weiß, dass das nicht im Sinne des Vaters ist, ich weiß auch, dass wir es ändern müssen. Das ist ein Thema, zu dem ich jeden Tag bete.

Aber es ist schwer, tagtäglich Zeit für Gott, aber damit auch für mich selbst zu finden.
Oft ist das im Leben zwischen den Terminen und dem Wollen und Haben kaum unterzubringen. Aber ich bin ins Handeln gekommen. Ich habe das Verhältnis zu meinen Nächsten in dieser Wochen stark verbessern können, das ging nur, weil wir gehandelt haben, aufeinander zu- und eingegangen sind. Wir sprechen viel mehr, wissen jetzt viel mehr miteinander und voneinander. Wir verstehen einander. Gebete gehen alleine oder zusammen. Auch das laute Aussprechen beim Gebet ist mir nicht mehr fremd, wir üben es. Wir setzen uns regelmäßig zum Herzensgebet zusammen, teilweise sogar eine halbe Stunde Stille.
Ich bete täglich mein Gebetsbrett, auf dem wir alles was wir für uns und andere erbitten aufschreiben (erledigte Dinge werden abgehakt).
Eigentlich spreche ich ständig mit dem Vater.

In den Impulsen der 2. Woche ging es um Gebet und um Handeln, um mein Handeln, um mein Tun, um ihn in sein Tun zu bekommen. Das ist, was ich tue. Ich bitte um Hilfe und lasse ihm Zeit zu wirken.

Die dritte Woche:

Die dritte Woche beschäftigte sich mit unserem Umfeld. Es wurde erörtert, wer unsere Nächsten sind. Und, vielleicht noch wichtiger, von wem wir die nächsten sind. Es wurde versucht, Dinge mit den Augen und Ohren der anderen zu sehen und zu hören. Sich in die Bedürfnisse und Gefühle anderer  hineinzuversetzen bzw. hineinzudenken ist eine riesige Möglichkeit des Ausgleichs. Wie stehe ich zu hungrigen und durstigen, jeweils im Bedürftigen und Glaubens Sinn? Wie stehe ich zu Kranken und Gefangenen, jeweils in Ihrer Gefangenschaft, körperlich oder geistig? Wie stehe ich zu Flüchtlingen, die alles verlassen mussten, was für sie einen Wert hatte?

Nächstenliebe nimmt auch den Gegner in den Blick. Kann ich die Feindesliebe leben, kann ich denen gegenüber, die gegen mich sind, barmherzig sein? Kann ich vergeben? Kann ich über mich hinaus wachsen und den Kompromiss suchen, ihn vorschlagen? Und das in der Familie, im Umfeld, auf der Arbeit?
Mitmenschen, in ihnen begegnen wir Gott! Wie begegnen wir ihnen? Sehen wir das Gute in ihnen und können wir das Schlechte akzeptieren? Frage ich mich, warum mir Gott gerade jetzt bestimmte Menschen an meinen Weg stellt? Habe ich evtl. den Auftrag Ihnen einen Dienst zu erweisen?
Unser Auftrag ist zu allererst Menschlichkeit. Wir sollen uns um andere kümmern. Nicht nur um uns, unsere Nächsten, sondern um alle und das nicht nur im geistlichen Sinne, sondern auch bei der weltlichen, körperlichen Versorgung.

Dritte Woche – Was ist bei mir passiert?

Wieder viele Impulse, um über mich und mein Leben nachzudenken. Es ist doch so, dass wenn man den Bogen nur weit genug zieht, eigentlich jeder Mensch, jedes Geschöpf auf der Erde, ja sogar im Universum mein Nächster ist. Damit meine ich nicht nur Menschen oder andere Vernunftbegabte Wesen, damit meine ich auch die vermeintlich niederen Wesen. Wir sind doch beauftragt, uns um sie, um die ganze Schöpfung zu kümmern.

Geht es nicht auch darum, andere Menschen zu verstehen, zu versuchen sich in sie hineinzuversetzen. Seien es die Nächsten, wie z.B. der/die Partner/in oder andere Weggefährten/innen. Im Besonderen auch bei der Kindererziehung ist es wichtig, dass man sich in deren Motivationen und Bedürfnisse, in deren Denken hineinversetzen kann, dass man versucht, sich in ihre Situation zu versetzen. Aber auch bei anderen Personen ist das wichtig, auch wenn es mir manchmal schwerfällt, auch wenn es manchmal regelrecht weh tut.
Erkennen, woran eine für mich seltsame oder nicht erwartete Reaktion liegen könnte, versuchen zu verstehen, warum der andere so handelt und seinen Weg, seine Motive ebenso wichtig nehmen wie die meinen. Das ist der Weg und auch schon das Ziel.

Das Leben der Liebe ist der Weg, den man sein ganzes Leben gehen muss. Damit ist nicht gemeint, dass man ständig alles lieben muss. Der Weg der bedingungslosen Liebe, die nichts zurück verlangt ist sehr schwierig und lang. Als erstes muss man erst einmal schaffen sich selber zu lieben, so wie man ist. Damit ist nicht nur das äußeres Ich, sondern auch das innere Ich, das wirkliche Ich gemeint. Man muss sich lieben, aber auch erkennen. Das ist der Anfang.
Dann muss man in der Begegnung andere lieben, als das was sie sind. Natürlich auch girl-1275656_1920Geschöpfe desselben Gottes, mir im Grunde gleich.

Bei mir habe ich in dieser Woche einen Fortschritt an Annahme und Gelassenheit, Liebe und Verständnis für andere bemerkt, dafür danke ich meinem Betreuer und dafür danke ich Gott.

Die vierte Woche:

Nach den Überlegungen in Woche drei, bei denen es um unser Verhältnis zu unseren Mitmenschen, unsren Nächsten ging, beschäftigten wir uns in der letzten Woche mit unserem großen Lehrer und Erlöser Jesus. Den, der die Menschennatur angenommen hat und damit das unbegreifliche greifbar gemacht hat, den, der alles gut gemacht hat. Den, der uns unsere Last abnimmt, denn sein Joch ist leicht. Den, auf den wir uns verlassen können, der uns nicht im Stich lässt.
Es wurde gefragt, was Jesus für mich bedeutet, was Jesus für mich getan hat und ob ich mit ihm unterwegs bin. Mein Verhältnis zu Jesus wurde in den Vordergrund gerückt, habe ich Glauben, Vertrauen, Demut und Beharrlichkeit? Hört Jesus auf mich? Und, noch wichtiger, höre ich auf Jesus, verstehe ich ihn?
Glaube ich ihm, wenn er mir sagt: „Ich bin bei Euch alle Tage!“? Was kann und darf ich von Jesus erwarten?

Zum Ende gab es einen netten Abschluss meines Betreuers.

Vierte Woche – Was ist bei mir passiert?

Was hat das Angebot, mein Verhältnis zu und mit Jesus zu überdenken bewirkt?
Meine Überlegungen, meine Gewissheit gehen teilweise noch über das in den Impulsen beschrieben hinaus. Jesus ist für mich der Gesalbte, der Gesandte, der Gerechte, der Wissende, der Lehrer, die Menschlichwerdung von Gottes Willen, Sohn Gottes und Vorbild. Ein Vorbild kann nur jemand sein, mit dem man sich identifiziert, bzw. mit dem man sich identifizieren kann.
Es war erforderlich, dass Gottes Wille, oder sein Wort, oder der Logos in Person zu uns kam, damit wir ihm nachfolgen können. Wir können nicht Gott zum Vorbild haben, das kann niemand. Aber wir können Jesus nachfolgen, dafür war er Mensch. Und das werde ich tun, von ganzem Herzen, in voller Überzeugung und mit meinem ganzen Leben.

Abschließend habe ich von meinem Betreuer noch eine Beschreibung seiner Wahrnehmung bekommen. Ein Zitat: „Es war erforderlich, dass Gottes Wort Mensch wurde! Deshalb meinen viele Theologen, dass auch ohne die Tatsache der Sünde und die Notwendigkeit der Erlösung Gott Mensch geworden wäre, um Seine Schöpfung zu vollenden. Das ist eine kosmische Theologie.“

Ich glaube er hat mich verstanden.

 

Fazit!

ONLINE Exerzitien über den Jesuiten Orden kann ich wärmstens empfehlen. Ich habe selten eine so intensive Zeit im Glauben gehabt. Die Impulse waren treffend und waren gut aufeinander aufbauend abgestimmt. Die Reaktionen auf meine Antworten waren einfühlsam und treffend.
Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt und bin dankbar.

 

Wenn auch Ihr im Glauben wachsen wollt:

http://www.heribert-graab.de/online-exerzitien/index.html oder https://www.facebook.com/Online.Exerzitien.

Bzw. Bewerbung unter: online-exerzitien@jesuiten.org

Viel Spaß, Besinnung und Glauben!

 

 

 

www.day8.eu

 

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Exerzitien

[2] Vielen Dank für diese einleitenden Worte in der Einführungsemail – Text leicht abgeändert, jedoch dem Inhalt entsprechend.

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