Juni 17th, 2016 by micha

Der achte Tag!

 

„Am siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet und ruhte von aller seiner Arbeit aus.“[1]

Doch dann sah er, dass doch alles nicht so gut war wie er gedacht hatte. Die Menschen, die er nach seinem Bilde geschaffen hatte, denen er den freien Willen gegeben hatte, trafen die falschen Entscheidungen.
Sie töteten einander, führten Krieg, waren egoistisch, nutzten einander aus, erhöhten sich über andere und hatten ihren Vater und Ihren Auftrag vergessen, denn er hatte die Schöpfung unter ihre Fürsorge gestellt.

Also schickte er Ihnen am 8. Tag viele, die in seinem Namen sprachen. Um ihnen zu berichten, dass sie auf dem falschen Weg sind.

Auf einige wurde gehört, auf viele nicht, viele wurden verspottet und geschlagen, getötet für ihre Botschaft.

Dann schickte er Ihnen einen, der ganz wichtig war, der die Missverständnisse und den Fehlglauben, der über die Zeit geschehen war, richtigstellen sollte. Der ihnen zeigen sollte, wie sie wieder zum Vater zurück finden. Und er tat es.

Dann schickte er noch einen, der ebenso wichtig war. Und der sollte es noch einmal in anderen Worten sagen. Und er tat es.

 

Aber wir hören nicht auf sie bis heute.
Wir töteten einander, führen Krieg, sind egoistisch, nutzten einander aus, erhöhen uns über andere und haben unseren Vater und unseren Auftrag vergessen.

Der 8. Tag ist noch nicht vorüber, wir haben ihn noch nicht erfüllt.

Lasst uns daran arbeiten, damit er wieder sagen kann: Und es war gut.

 

Mehr dazu unter:https://www.day8.eu/

[1] Gute Nachricht Bibel

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Juni 12th, 2016 by micha

Vertrauen zahlt sich aus

 

Mehr dazu unter:https://www.day8.eu/

Ich halte mir immer wieder vor Augen, dass wir keine Zufallsprodukte sind, jede/jeder einzelne von uns ist von Gott gewollt. Jede/jeder einzelne ist Gottes geliebtes Kind. Gott schuf uns, weil er es wollte, aktiv wollte und es tat. Und es war gut so. Das sieht man schon ganz zu Anfang in der Schöpfungsgeschichte, mögen wir jetzt mal die Diskussion beiseitelassen, ob es tatsächlich 6 Tage gedauert hat oder viel länger. Eines kann man aber mit Sicherheit in der Entstehungsgeschichte lesen und zwar, dass Gott es wollte und es gut fand. Nach jedem Schöpfungsakt finden wir „und es war gut so“. Die Schöpfung entwickelte sich, Gott war erst zufrieden, hörte erst auf, als sie für ihn gut und komplett war.

Wir Menschen sind die wirkliche Krone der Schöpfung, Gott war erst zufrieden, als er uns, den Menschen erschaffen hatte, erst mit uns endete die Schöpfung, mit uns als soziales Wesen, als Gemeinschaft in Mann und Frau.
Und er lässt sich für uns genauso viel Zeit, wie für Himmel oder Erde, wie für die Pflanzen, wie für alle Tiere an Land oder in der See und in der Luft. Auch das drückt den hohen Stellenwert aus, den Gott dem Menschen einräumt.

Wir sind gewollt und gemacht; und das ist gut so.

Wir sind gut, so wie wir sind, sonst hätte uns Gott anders geschaffen. Gott wollte uns genauso. Er wollte uns Menschen mit einem freien Willen. Er wollte und will uns nie bevormundet auch nicht am Anfang. Er ging sogar so weit, dass er uns zu Anfang, als wir noch nicht wussten, was gut und böse ist, die Wahl ließ.

Er ließ uns die Wahl,

ob wir mit ihm, in Vertrauen auf Ihn, in Einklang mit der Natur leben wollen, oder ob wir den Weg der Erkenntnis wählen wollen. Wir haben natürlich den Weg der Erkenntnis gewählt.
Und auch das ist gut so.

Ich glaube wirklich nicht, dass Gott sonderlich böse auf uns gewesen ist, als er uns aus dem Paradies „vertrieben“ hat. Ich glaube eher, dass er etwas stolz auf uns war. Vielleicht wollte er uns aber doch gerne etwas länger bei sich haben und fand es dann nicht so schön, dass wir so schnell „erwachsen“ wurden.
Ich sehe das ähnlich, wie bei einer Familie, (das ist jetzt natürlich eine sehr starke Vereinfachung, ich Maße mir natürlich nicht an dies direkt mit Gott zu vergleichen, er ist viel mehr, es dient eher der Veranschaulichung. Evtl. kann ich Gottes Weisheit dadurch für unseren beschränkten Intellekt verständlicher machen) bei der ein Kind das Haus verlässt.
Auch wir wären sauer auf den Freund, der unsere Tochter viel zu früh in eine eigene Familie „zwingt“. Auch wir sind sauer auf den Versucher, den Verführer, der unser Kind dazu überredet in eine WG zu ziehen, bei der wir uns über die Mitbewohner nicht sicher sind. Das erklärt für mich die Wut auf die Schlange.
Auch wir wollen unsere Kinder schützen, wollen Leid von Ihnen abhalten, schmerzhafte Erfahrungen vermeiden, auch wir wollen unsere Kinder schützen, auch wenn es eigentlich das richtige ist, was sie tun. Unsere Kinder, Seine Kinder müssen Erfahrungen selber machen, hoffentlich in der Erkenntnis von Gut und Böse. Sie sollen selber den Weg zurück finden, aus freiem Willen.

Gott möchte keine Gut-Roboter ohne eigenen Willen.

Er möchte Erkenntnis, eigene Erkenntnis, erfahrenes Wissen, das zu ihm führt, aus eigenem freiem Willen.
Viele begeben sich auf einen Lebenslangen Weg zu Gott und viele finden Ihn nie. Meiner hat z.B. 43 Jahre gedauert, bis ich zu der Erkenntnis gekommen bin, was richtig und wahr ist.
Ich wollte von Gott nichts wissen. In meiner, dieser Welt, in der alles mit Wissenschaft erklärt werden kann, hatte Gott keinen Platz. Ich habe glaubende immer akzeptiert, im Grunde aber habe ich etwas abfällig auf sie herab geschaut.
Ich musste erst durch die Hölle gehen, erst erkennen, wie unbedeutend diese Welt ist, ohne Ihn. Ich musste erst ganz unten sein, um von seiner Gnade wieder aufgerichtet zu werden.Aufgerichtet durch Erkenntnis, eigene Erkenntnis, erfahrenes Wissen, das zu ihm führt, aus eigenem freiem Willen.

Dieser Wille war es auch, den Gott gegen das Nichts gestellt hat. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, vorher war nur Leere. Er war es auch, der Gott das Licht gegen die Dunkelheit stellen ließ, das Dach, das Land gegen das Urmeer, die Ordnung gegen das Chaos.

Unsere Welt war schon immer gefährdet.
Schon am Anfang musste sich die Ordnung, die Verbundenheit, das Gute durch klare Willensentscheidungen, von Gott eben, gegen das Chaos, die Leere, das Böse abgrenzen. Daran hat sich nichts geändert.

Ich finde, von den oben genannten Begriffen beschreibt die Leere das, was heute in vielen Menschen existiert. Sie sind leer.

Sie haben nichts als leere in sich, wenn ich mal den Glauben außen vor lasse, dann ist es erst einmal die Leere von der Verbundenheit.
Maximal kommen wir vielleicht dazu, uns mit uns, evtl. auch mit unseren Nächsten verbunden zu fühlen.

Deshalb bin ich froh, dass ich an Gott glaube und somit in Verbundenheit mit Euch allen lebe.

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Juni 12th, 2016 by micha

 

Das Thomas –Evangelium, 1600 Jahre verschollen, wird heute neue entdeckt, es ist für mich eine der wichtigsten Quellen meiner Spiritualität und Weltanschauung. Wenn Ihr so wollt bilden diese lang in Vergessenheit geratenen Jesus-Worte meine Moral.Ich finde im Thomas-Evangelium wird das Christentum auf seine wertvollsten Bestandteile konzentriert.

Nächstenliebe, erhalten der Schöpfung, Gleichheit aller Menschen, schaffend, nicht zerstörend, ermöglichend, nicht verhindernd, lebensbejahend, nicht lebensverneinend.

Außerdem zeigt es uns auf ganz wunderbarer Weise, wie wir, wie jeder einzelne, in Kontakt mit dem Herrn treten kann. Evtl. ein Problem für die Christlichen Kirchen dieser Welt.  Die heutigen Konfessionen und Glaubensrichtungen haben allerdings einen eben so schweren Weg wie wir alle vor sich. Sie dürfen die Diskussion nicht scheuen, nicht die Diskussion um das Thomas Evangelium, festgelegt, welche Schriften in das neue Testament aufgenommen wurden haben ja schließlich wir Menschen (Bischof Athanasius um 367).
Nicht die Diskussion, was Glaube heute ist. Kirche darf sich heute nicht nur darauf beschränken, Gottesdienste nach einer überlieferten Liturgie abzuhalten.

Mit Liturgie wird im Allgemeinen der Ablauf von Zeremonien und Riten im Gottesdienst bezeichnet, im Ursprünglichen Wortsinn umfasste sie aber die Armenspeisung durch die reichen, was auch die Errichtung entsprechender Einrichtungen umfasste.
Die Kirchen dürfen sich nicht mehr auf die Gottesdienste beschränken. Kirchen müssen sich einmischen.

 

Kirche muss aktiv Nächstenliebe praktizieren

Ein Aspekt der klassisch von den Kirchen besetzt ist. Was wäre unser Gemeinwesen ohne die kirchlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Altenheime und Hospize, Beratungsstellen für Suchtkranke, Krankenhäuser etc.
Bedenklich ist für mich allerdings, dass diese Einrichtungen vielfach nur noch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden, zahlt sich etwas nicht mehr aus, wird es geschlossen.

Kirche muss den Erhalt der Schöpfung sichern


Hier sehe ich die Kirchen fast gar nicht. Zurzeit gibt es Kongresse, Lippenbekenntnissen, bei denen bedenkliche Zustände benannt und als solche verurteilt werden. Die Kirchen übernehmen jedoch keine Verantwortung, setzen sich nicht aktiv ein. Heute muss sich Kirche einmischen. Kirche muss als Gegenpol zur Ausbeutung, zur Ungerechtigkeit in der Welt sein.

Die Weltreligionen haben über den Daumen 6,1 Mrd. Mitglieder.2,6 Mrd. Christen, 1,8 Mrd. Moslems, 1 Mrd. Hindus, 400 Mio. Buddhisten, 300 Mio. Sonstige, darunter auch das Judentum[1]Im Grunde setzen sie sich alle für das Gleiche ein, eben Nächstenliebe, erhalten der Schöpfung, Gleichheit aller Menschen, es gibt natürlich Unterschiede und auch differierende Gewichtungen. Ich möchte es aber gerne auf diese Zentralen Aspekte reduzieren.Und diese 6,1 Mrd. Mitglieder werden quasi von den Kirchen bzw. Glaubensrichtungen vertreten. Und was machen die Kirchen, sie beschweren sich über den Mitgliederschwund. Wie die Parteien. Beide haben eine Gemeinsamkeit. Sie sind nicht bei Ihren Mitgliedern. Sie sind zu weit entfernt. Kirchen stehen heute in Konkurrenz zu Facebook oder Twitter und Computerspielen. Stehen in Konkurrenz mit der maßlosen Ablenkung vom tatsächlichen Leben.

Gleichheit aller Menschen

Zu diesem Thema braucht Ihr nur in die Geschichtsbücher der fernen, aber auch ganz nahem Vergangenheit und in die Nachrichten schauen, um zu erkennen, dass die Kirchen und Religionen auf ganzer Linie Versagt haben. In den 2000 Jahren seit Christus haben wir uns nicht weiter entwickelt, ich habe den Eindruck, dass es immer schlimmer wird. Es zeichnet sich ein neuer weltumspannender Krieg um Religion ab, bei dem es doch nur um eigentliche Kleinigkeiten geht. Ist Jesus tatsächlich Sohn Gottes oder nicht, sollen wir darüber streiten oder einfach den Glauben des anderen akzeptieren. Denn im Kern sind alle Glaubensrichtungen gleich.

„Schon Albert Schweitzer war im 20. Jahrhundert davon überzeugt: »Was seit 1900 Jahren als Christentum in der Welt auftritt, ist erst ein Anfang von Christentum voller Schwächen und Irrungen, nicht volles Christentum aus dem Geist Jesu.« Und Albert Einstein: »Wenn man das Judentum der Propheten und das Christentum – so wie es Jesus gelehrt hat – von allen Zutaten der Späteren, insbesondere der Priester, loslöst, so bleibt die Lehre übrig, die die Menschheit von allen sozialen Krankheiten zu heilen imstande wäre.«“[2]

Nächstenliebe, Erhalt der Schöpfung, Gleichheit aller Menschen!
schaffend, nicht zerstörend, ermöglichend, nicht verhindernd, lebensbejahend, nicht lebensverneinend.
Lasst uns dies in das Zentrum unseres Wirkens im Glauben stellen. Die Tatsächliche Ausübung des Glaubens kann jeder für sich oder in den Moscheen, Tempeln, Synagogen, Gemeinden praktizieren. Und wir sollten niemanden bekehren wollen. Was wir aber wollen müssen, was unsere Verantwortung vor Gott ist, woran er uns misst, wo unser aller Bestreben hin gehen soll ist.
Nächstenliebe, Erhalt der Schöpfung, Gleichheit aller Menschen! 
Danach kommen erst Besinnung zu Gott, beten, lobpreisen und Nähe zum Vater. Was glaubt Ihr, warum wir auf der Erde sind? Wenn Gott für uns im Hier keine Aufgabe hätte, warum sollten wir dann hier sein. Er hat uns Intelligenz, Verstand und Kreativität gegeben. Glaubt Ihr, damit wir über andere herrschen, damit wir Kriege führen, damit wir vernichten und ausbeuten?

Ich glaube manchmal, wir haben von dem oben genannten Eigenschaften etwas zu viel erhalten, mehr als es gut für uns, gut für die Schöpfung ist.

Interessanter Link:
www.meyerbuch.com/pdf/Thomas-Evangelium.pdf

[1] http://www.bibelundermutigung.de/religionen_welt.htm
[2] aus „Was Jesus wirklich gesagt hat: Eine Auferweckung“ von Franz Alt

 

Mehr dazu unter:https://www.day8.eu/

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