Zerstörung und brutale Ausnutzung der Ressourcen

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Bestandsaufnahme der gesellschaftlichen und politischen Situation.

Wir haben, in den letzten Jahrhunderten, im Besonderen  seit der Industrialisierung, eine Welt geschaffen, die auf Zerstörung und  brutale Ausnutzung der Ressourcen fußt, auf Ausnutzung von natürlichen und menschlichen Ressourcen. Die Gesellschaften sind der Überzeugung, dass sei der einzige Weg, uns unser Leben zu ermöglichen.
Die Feudalherrschaften der letzten Jahrtausende wurden abgelöst durch die Herrschaft des Geldes. Die Vorherschaft der adligen, die sie durch Geburtsrecht oder Gewalt erlangten, ist der Vorherrschaft weniger gewichen, die ebenso durch Geburtsrecht oder Gewalt zu großen finanziellen Mitteln gelangen und so eine ähnliche Macht ausüben wie die adligen und prädestinierten zuvor.

Diese „neue“ Kapitalelite

setzt ihre Macht sogar noch umfassender ein, da sie ihren Einfluss global ausüben und somit über Ländergrenzen hinweg und sogar über Länder herrschen.
Dieses Vorgehen wird von den Regierungen der Welt und deren Behörden nicht verhindern, vielmehr unterstützen sie dieses System des über alles herrschenden Kapitalismus mangels Idee und Alternative. Es existiert einfach kein ernst zu nehmendes Gegengewicht zum zügellosen Kapitalismus.

Politiker

Die heutigen Politiker sind so weit von Gerechtigkeit und den Interessen ihrer Wähler entfernt, dass sie sich eine andere Welt gar nicht mehr vorstellen können. Dafür werden die Annahmen, auf denen unser Wirtschafts- und Wertesystem beruht als unumstößlich und alternativlos erklärt. Sie sind so sehr mit Klientelpolitik beschäftigt, mit dem klein-klein der verschiedenen Interessengruppen, mit den Ansprüchen der Mächtigen, dass sie vollkommen die Übersicht verloren haben. Der Blick für das Ganze, für das Gute, ist abhanden gekommen.
Die ganze Wirtschaft und unser ganzes ökonomisches System beruht nur auf Glauben, auf dem Festhalten an den geübten, gewohnten und bekannten Prozessen.

Und unsere neuen Pharisäer und Schriftgelehrten sitzen in den Parlamenten, Anwaltskanzleien, Wirtschaftsforschungs­instituten, in den TV-Sendern, Zeitungen und Verlagen, sie erzählen uns, dass die Wirtschaft, die Welt nur so funktionieren kann, wie sie jetzt ist. Sie berichten von Zwängen und Zusammenhängen, die nicht beeinflussbar sind. Eine Infragestellung des Status quo gibt es nicht. Politische, gesellschaftliche, sowie Marktzwänge werden als Sachzwänge dargestellt, wodurch angeblich gegensätzliche Interessen[i] nicht möglich sein können. Sie sagen uns, dass alles genau so sein muss und anders nicht möglich  ist. Der sang- und klanglose Niedergang des Sozialismus seit den 80er Jahren des letzen Jahrhunderts bestätigt und unterstreicht dies in ihren Augen.

Unsere Führer

Sie ignorieren und akzeptieren die Ungerechtigkeiten in der Welt, bzw. sie nehmen sie für unser höherwertigeres Wertesystem in Kauf. Aber darüber hinaus interessieren sie nie­manden und ohne Interesse und Berichterstattung findet die Ungerechtigkeit gesellschaftlich nicht statt.
Und Ungerechtigkeiten sind reichlich vorhanden in unserer aktuellen Welt,  Erkenntnis jedoch nicht. Erkenntnis, dass es bei allen Konflikten in der Welt nicht um einen Kampf der  Kulturen geht. Den gibt es nicht. Es geht auch nicht um einen Kampf um Glaubensrichtungen und Religionen, vielmehr führen wir einen Kampf um die Fleischtöpfe.

Die großen Bruchlinien verlaufen nicht zwischen Staaten, Religionen oder Ideologien, sondern dort, wo es um die Verteilung von Macht und Ressourcen geht, dort, wo es um Armut oder Wohlstand geht. Die privilegierten westlichen Gesellschaften nehmen diesen Kampf kaum wahr. Die Bevölkerungen sind, ebenso wie die Regierungen so sehr am Erhalt ihres Standard interessiert, drehen sich so sehr um sich selbst, dass sie die wirkliche Welt um sich herum nicht mehr wahrnehmen können.

Sie werden von dem Menschengemachten Idealismus und Moralismus durchs Leben getrieben. Sie leben die Rollen, in denen sie sich gerne sehen oder, was sie annehmen, was andere von ihnen erwarten. Aber sie leben nicht sich selbst, sie leben etwas ganz anderes. Wie können sie die Schranken, die sie an der wahren Selbstverwirklichung hindern, niederreißen?[ii]

 

Der Ausweg aus der Starre

„Seid Vorübergehende.“ Dieser Ausspruch Jesu im Thomas Evangelium zeigt uns in nur zwei Worten den Weg. Er fasst die moderne Verhaltenstherapie, die Psychologie sowie die spirituellen Lehren treffend zusammen. Lass los, was du nicht bist, dann erkennst du, was du bist.[iii] Das ist der Weg zu unserer persönlichen, sowie auch zu unserer spirituellen Identität. Lass los; was Du gelernt hast, erkenne und beseitige das Ego und den Moralismus. Lebe Dein Leben in vollem Bewusstsein. In vollem Bewusstsein Deiner selbst. Erkenne alles unbewusste, alles was Dich gefangen hält, nutze es.
Erkenne Deine Situation, Deine Gedanken, Deine Wahrnehmungen und die Gefühle, die sie auslösen. Bewerte Deine Erinnerungen, Meinungen, Dein Wissen und Deinen Körper. Akzeptiere und verstehe Deine Anlagen, Deine Talente und Schwächen.

Erkenntnis

Erkenntnis, ist es nicht das, wonach wir Menschen trachten, schon immer trachteten, unsere ganzen Leben lang, seit Generationen und Generationen, seit Jahrhunderten, Jahrtausenden, von Anfang an?
Erkenntnis, die wir Menschen schon haben, schon seit Jahrtausenden, eigentlich schon von Anfang an. Die Erkenntnis liegt bereit, wir müssen nur inne halten, uns ihr hingeben. Wir müssen sie nur ergreifen und sie annehmen, aber es ist nicht einfach. Die großen Glaubenslehrer haben uns den Weg schon vor Jahrtausenden aufgezeigt. Sie haben in Gleichnissen geredet, weil diese Bildsprache einen direkteren Zugang zu unserem Herz ermöglicht. Eine direkte Erkenntnis durch fühlen, Verstehen durch fühlen in unseren Herzen.

Es ist nicht einfach zu verstehen, wer oder was wir sind, in welchem Zusammenhang wir und alles zueinander steht, was unser Ziel ist. Es ist ein Weg voller Schmerzen. Schmerzen und Selbstaufgabe. Ja Selbstaufgabe, weil wir das, was wir bis dahin waren hinter uns lassen und unser wahres Selbst erkennen und annehmen müssen. Es ist nicht einfach zu erkennen, dass wir uns das ganze bisherige Leben etwas vor gemacht haben, falschen Zielen gefolgt sind und das wesentliche verloren haben.
Aber wir sind nicht alleine, wir befinden uns in Gesellschaft; mit fast der kompletten Menschheit. Die wenigen Erleuchteten in der Geschichte und besonders im Jetzt müssen wir suchen. Wir alle verhindern, dass sie sich entfalten können, wir und die Gesellschaft, so krank wie sie ist.
So krank, wie wir sind.

 

Auf der Suche

Wir alle sind auf der Suche nach dem besonderen. Uns wird vermittelt, dass wir etwas Besonderes sind, wir wollen etwas besonderes sein, besonderes erleben. Wir spüren diese Leere in uns und wollen sie füllen. Wir ständig suchenden, auf der Suche nach dem Sinn, nach Erfüllung, nach Glück.
Wir haben eine Gesellschaft geschaffen, die genau dem entgegenwirkt. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die uns sagt, Du kannst alles schaffen, wenn Du nur willst. Wir setzen uns über andere und finden das ganz normal, wir leben im ständigen Wettbewerb miteinander. Wir sind eine Gesellschaft, die auf Egoismus basiert. Wir haben den Egoismus zu unserer Staatsform erkoren. Und doch ist es genau das was uns stört, weil wir im Egoismus nie Erfüllung finden werden. Eventuell kurzfristig, aber wenn unsere Bedürfnisse gestillt und unser Status für uns normal geworden ist, wollen wir mehr, mehr, immer mehr. Es endet nie.

Wir Menschen sind soziale Wesen. So sind wir gemacht. Wir sind so gemacht, dass uns unsere Nächsten am Herzen liegen, nicht nur der enge Kreis, sondern alle und alles. Das ist unsere Natur. Wir sind geschaffen, um zu erhalten, nicht um zu zerstören, um zu schaffen, nicht zu verhindern, Leben bejahen, nicht verneinen. Wir sind geschaffen für Nächstenliebe, Erhalt der Schöpfung, für die Gleichheit aller Menschen. Was fehlt uns also?

 

Uns fehlt Gerechtigkeit.

Uns fehlt Gerechtigkeit und Verbundenheit, Liebe und Einsicht. Glaube, Liebe, Hoffnung. Uns fehlt Selbsterkenntnis, das Verständnis für Zusammenhängen, uns fehlt die Erkenntnis von Gut und Böse. Wir setzen immer noch Erfolg mit Rechtschaffenheit gleich, sogar, wenn der Erfolg nur darauf beruht, dass andere ausgenutzt werden. Wir alle müssen uns ändern. Wie oben erwähnt können die wenigen, die es schon verstanden haben nichts ausrichten, wenn sie alleine stehen. Nur wir alle zusammen können die Gerechtigkeit schaffen, die wir alle so dringend benötigen.

 

Stellt es Euch einmal vor………..

Wie weit wären wir, wenn wir vor 2000 Jahren die Lehren angenommen hätten, wenn wir in Liebe zusammen, einer für den anderen einstehen würde. Wenn jeder in seinen Möglichkeiten daran arbeiten würde. Wenn wir den Egoismus besiegt hätten, wenn unsere Idole nicht Krieger und Manager wären sondern Frieden und Nächstenliebe . Wenn wir die Schöpfung bewahren und auf die Natur achten würden.
Wenn wir den richtigen der zwei Wege suchen würden, den Weg des Weg des Lebens, der in der der Lehre der 12 Apostel wie folgt und sehr bekannt beschrieben wird:
„Erstens sollst Du Gottlieben, der dich geschaffen hat, zweitens Deinen nächsten wie dich selbst“[iv]

 

Umkehr

Wir müssen endlich umkehren, müssen Verantwortung übernehmen für uns, unser Familien, unsere Kinder (und nicht nur der nächsten Generation), für unsere Nächsten,  die Stadt, das Land, den Kontinent, die Welt, für Freund und auch Feind für die gesamte Schöpfung. Wir müssen uns auf den Weg begeben, den Weg endlich Erwachsen zu werden, jeder einzelne, die ganze Menschheit.

Der erste Schritt auf dem Weg ist die Selbsterkenntnis, wir müssen erkennen, wer und was wir sind. Das ist für sich schon eine Mammutaufgabe, die die meisten in Ihrem ganzen Leben nicht erreichen oder überhaupt begreifen.
Aber das muss sich ändern.

Wir haben heute so viele Möglichkeiten. Möglichkeiten uns zu Vernetzen, Erfahrungen und Wissen auszutauschen. Traurig, dass es dabei meist nur um belangloses Zeug geht, mit dem wir das Internet verseuchen.

 

Ich bin aber optimistisch, dass wir uns ändern, dass wir uns wieder interessieren.

„Wer diese Rede nicht versteht, der bekümmere sein Herz nicht damit. Denn solange der Mensch dieser Wahrheit nicht gewachsen ist, so lange wird er diese Rede nicht verstehen, denn es ist eine Wahrheit, die nicht ausgedacht ist, sondern unmittelbar gekommen aus dem Herzen Gottes.“[v]
Dieses Zitat soll nicht frustrieren oder abschrecken, vielmehr soll es jetzt schon die Tragweite dessen aufzeigen, was passieren soll. Es geht darum, dass eine vollkommen falsche Sicht herrscht.  Wir kümmern uns um unser Leben, unseren Körper, um das Materielle, um das Menschenwerk und lassen unsere Seele vollkommen unbeachtet, wir kümmern uns nicht um sie. Spiritualität spielt in der heutigen Zeit für die meisten keine Rolle.

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[i] Vgl. Ingo Schulze: Unsere schönen neuen Kleider S.46

[ii] Vgl. Michael Lüders: Wer den Wind sät. Was westliche Politik anrichtet  / vgl.  Ingo Schulze: Unsere schönen neuen Kleider   /  siehe auch dazu: www.waytolight.eu

[iii] Vgl. „Das Thomas-Evangelium“ von Ralph Skuban

[iv] Die Didache – Apostellehre – Die Lehre des Herrn durch die zwölf Apostel für die Heiden- entstanden voraussichtlich im 1. Jahrhundert –frühchristliche Schrift, lange Bestandteil des christlichen Kanon – Es ist die wohl früheste Kirchenordnung der Christenheit

[v] „Predigten, Traktate, Sprüche: Vollständige Ausgabe“ von Meister Eckhart

September 8th, 2016 by